Caterva und Vattenfall kooperieren für Vermarktung von Regelenergie aus Speichern

Die Vattenfall Europe Innovation GmbH und die Caterva GmbH haben einen Kooperationsvertrag unterschrieben. Es gehe dabei um die der Weiterentwicklung des von Caterva entwickelten Energiemanagementsystems für Stromspeicher und die gemeinsame Vermarktung sowohl von Stromspeichern in Haushalten als auch Großspeichern, teilten die Unternehmen am Freitag mit. Für Vattenfall sei die Kooperation ein weiterer Schritt in die Richtung, Einheiten an unterschiedlichen Standorten für die Teilnahme am Energiemarkt zu erschließen und zu steuern.

„Caterva ist der bisher einzige Anbieter, der Primärregelleistung aus vernetzten Stromspeichern vermarktet, die sich an unterschiedlichen Orten befinden, und gleichzeitig den Betrieb für den Kunden optimiert – und das wirtschaftlich erfolgreich. Diese Erfahrung kommt uns beim Bewirtschaften von virtuellen und realen Batterie-Großspeichern zugute“, begründete Oliver Weinmann, Geschäftsführer der Vattenfall Europe Innovation GmbH, die Partnerschaft. Für Caterva sei besonders interessant, dass bei dem Projekt Speicher unterschiedlichster Größe kombiniert und vermarktet würden. „. Das wird der Speicherbewirtschaftung in Deutschland einen entscheidenden Impuls geben“, sagte Caterva-Geschäftsführer Markus Brehler.

Das bayerische Unternehmen werde die Bewirtschaftung der Stromspeicher über das selbstentwickelte Energiemanagementsystem übernehmen. Caterva setze dies seit zwei Jahren bei seinem eigenen Speicherverbund erfolgreich zur Steuerung ein, hieß es weiter. Mit der Kooperation solle nun die Vermarktung weiterer Flexibilität mit kleinerer Leistung erschlossen werden. Dazu sollen etwa Wärmepumpen, kleinere Blockheizkraftwerke oder das Laden von Elektroautos in das weiterentwickelte System einbezogen werden. Die Unternehmen gehen davon aus, dass sie ihr Angebot an Regelleistung in der Anfangsphase um 20 Megawatt jährlich steigern werden. (Sandra Enkhardt)