Solarwatt und E3/DC bewerten Tesla-Übernahmepläne positiv

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Die Aktionäre haben den Weg frei gemacht für die Übernahme von Solarcity durch Tesla. In den kommenden Tagen soll diese abgeschlossen werden. Mit seiner Powerwall hat Tesla-Chef Elon Musk den Photovoltaik-Heimspeichermarkt auch in Deutschland einen gehörigen Schub verliehen. Nun will er mit der Übernahme des Photovoltaik-Unternehmens Tesla zu einem Anbieter von Erneuerbaren-Energien-Lösungen aus einer Hand machen.

Der kalifornische Autobauer setze voll auf die Dezentralisierung der Energieversorgung und scheue dabei kein Risiko, sagt etwa Detlef Neuhaus, Geschäftsführer von Solarwatt. „Dafür habe ich großen Respekt.“ Ähnlich äußert sich auch Andreas Piepenbrink, Geschäftsführer von E3/DC: „Tesla vergrößert seine Aktivitäten erheblich und zeigt sich in allen Bereichen lernfähig, was die stationäre und mobile Infrastruktur für die vollständige Verstromung der Welt bei drastisch reduzierten Primärenergiebedarf betrifft.“

Beide bewerten den Plan von Elon Musk, Tesla zu einem Erneuerbaren-Energien-Anbieter aus einer Hand zu machen, als langfristig sinnvoll. Solarwatt verweist darauf, dass es selbst bereits seit mehreren Jahren konsequent auf diese Strategie setze. „Die Produktion von Modulen, Energiemanagement-Systemen und Speichern in einem Haus ist einfach naheliegend. Ein Kunde profitiert am Ende davon, dass er sich darauf verlassen kann, dass alle Komponenten der PV-Anlage garantiert kompatibel sind", erklärt Solarwatt-Chef Neuhaus. Im Gegensatz zu Tesla bietet das Dresdner Unternehmen allerdings keine Elektroautos an.

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„Die Übernahme eines Direktvertriebs für den Verkauf und die Installation von Solaranlagen, als Teil des großen Masterplans von Gründer Elon Musk, ist hochgradig sinnvoll für den Ausbau eines rein auf elektrische Fahrzeugproduktion ausgerichtete Newcomers“, sagt E3/DC-Geschäftsführer Piepenbrink. Er hebt zudem hervor, dass Tesla als einziger Autokonzern weltweit die zugehörige Ladeinfrastruktur im öffentlichen Raum seit Jahren auf eigene Kosten ausbaue. „Die konsequente Erhöhung der Wertschöpfungstiefe im Bereich Tankstelleninfrastruktur für Elektrofahrzeuge und die Integration von Ladeinfrastruktur jedweder notwendigen Größe an allen Orten der Welt ist der einzige Weg um die Elektromobilität CO2-frei durchzusetzen“, so Piepenbrink weiter.

Der E3/DC-Chef kritisiert, gerade mit seiner eigenen Erfahrung als Automobilmanager die Untätigkeit der Bundesregierung sowie der Energieversorger und Autobauer hierzulande. Sie sei untätig, wenn es um den Aufbau einer leistungsfähigen Ladeinfrastruktur gehe. „Weil falsche Ladestandards im und außerhalb vom Auto aufrechterhalten werden, könnten auch die besten Elektroautos deutscher Hersteller in zwei bis drei Jahren nicht problemlos von Hamburg nach Italien fahren", so Piepenbrink. (Sandra Enkhardt)

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