Phoenix Solar tilgt Schulden

Phoenix Solar hat im dritten Quartal seinen Umsatz um knapp 30 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal auf 55 Millionen Euro steigern können. Solarmodule mit einer Gesamtleistung von 54 Megawatt seien verbaut worden, teilte das Photovoltaik-Unternehmen am Donnerstag mit. Auch das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) habe sich um deutlich verbessert und sei um 86 Prozent auf 2,0 Millionen Euro im Jahresvergleich gestiegen. In den ersten neun Monaten des Jahres habe Phoenix Solar damit einen Umsatz von 108,3 Millionen Euro erreicht – eine Steigerung um 31,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Ausgehend von einem restrukturierungsbedingt sehr niedrigen Personalstand, investiere Phoenix Solar jetzt in den Ausbau seiner Teams, um für das weitere Wachstum gerüstet zu sein, hieß es weiter. Die Zahl der Mitarbeiter sei binnen Jahresfristt von 87 auf 126 gesteigert worden. Das EBIT erreichte in den ersten neun Monaten -0,4 Millionen Euro – eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Vorjahr. Zugleich habe Phoenix Solar seine Nettoverschuldung weiter zurückführen können. Die Erlöse aus dem Verkauf des Kraftwerks Bâtisolaire 3 in Frankreich seien überwiegend zur Tilgung von Finanzverbindlichkeiten verwendet worden. Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten seien um 6,4 Millionen Euro gesenkt worden. Die Nettoverschuldung – Bankschulden minus Flüssige Mittel – sei insgesamt in diesem Jahr von 34,2 auf 21,0 Millionen Euro gesenkt worden.

Erst vor zwei Tagen hatte der Vorstand von Phoenix Solar die Umsatz und Ergebnisprognose für das laufende Jahr nach unten korrigieren müssen. Da sich zwei größere Photovoltaik-Projekte in den USA und in der Türkei verschieben, würden daraus geplante Umsätze erst im Geschäftsjahr 2017 kommen. Die neue Prognose sieht nun für das laufende Jahr einen Umsatz zwischen 135 und 150 Millionen Euro vor. Das EBIT werde voraussichtlich in einer Spanne von zwischen 0,5 und 2 Millionen Euro liegen. Für das kommende Jahr rechne das Photovoltaik-Unternehmen dann mit weiterem Umsatzwachstum und einer weiter verbesserten Profitabilität. Die Prognose für 2017 werde spätestens mit der Veröffentlichung der Geschäftsergebnisse des Geschäftsjahrs 2016 bekanntgegeben. (Sandra Enkhardt)