Bundesregierung kann sich nicht auf Klimaschutzplan 2050 einigen

Teilen

Der Klimaschutzplan 2050, wie ihn das Umweltministerium vorgeschlagen hat, wäre ein Plan zum weiteren Aufheizen der Erde geworden. Viel zu lang werden von der Regierung viel zu hohe Emissionen angestrebt.

Deutschland wäre damit weiterhin Klimasünder auf dem hohen Niveau von über neun Tonnen CO₂-Äquivalent pro Kopf und Jahr geblieben. Während andere Länder wie China (sieben Tonnen) schon beginnen, den Kohleverbrauch zu senken und die Erneuerbaren Energien massiv ausbauen, will die Bundesregierung den Ausbau der Erneuerbaren Energien weiter bremsen und die Kohlenutzung auf hohem Niveau über lange Jahre festschreiben.

Vor allem Wirtschaftsminister Gabriel soll den Vorschlag abgelehnt haben – wegen der Braunkohle. Damit wird Gabriel nun zum absoluten Blockierer des Klimaschutzes. Bei der Entscheidung zwischen den Erneuerbaren Energien und der Braunkohle hat er sich auf die Seite der alten Wirtschaft gestellt und die Braunkohle gewählt. Beides zusammen kann aber nicht nebeneinander existieren.

Mit den Emissionszielen des Klimaschutzplans 2050 wäre die Bundesregierung lediglich auf den Minderungspfad des Energiekonzepts von 2010 zurückgekehrt – mehr nicht. Aber das reicht bei weitem nicht aus, um den kommenden Anforderungen aus dem Pariser Klimaschutzabkommen zu entsprechen. Zwar wurden in dem Vorschlag die CO2-Minderungsziele der Bundesregierung gegenüber den aktuellen Vorgaben geringfügig erhöht, aber sie hätten keine Basis für einen wirksamen Klimaschutz gebildet.

Doch selbst die winzigen Trippelschritte eines völlig untauglichen Klimaschutzplanes lehnen die Hardliner ab. Sie sind offensichtlich gegen jeglichen Klimaschutz, obwohl sie oft gegenteiliges beteuern.

Lesen Sie hier die Studie ( http://energywatchgroup.org/neue-ewg-studie-deutschland-verfehlt-klimaziele-erheblich/ ) der EWG zur Bewertung der aktuellen nationalen Klimaschutzpolitik.

Diese Bundesregierung wird immer mehr zum schlimmen Klimasünder, der keinen Klimaschutz will. Selbst Länder wie Marokko, Ukraine, China, Chile oder Costa Rica sind auf dem Wege zum Klimaschützer, ganz im Gegensatz zu Deutschland.

— Der Autor Hans-Josef Fell saß für die Grünen von 1998 bis 2013 im Deutschen Bundestag. Der Energieexperte war im Jahr 2000 Mitautor des EEG. Nun ist er Präsident der Energy Watch Group (EWG). Mehr zu seiner Arbeit finden Sie unterwww.hans-josef-fell.de. —

Die Blogbeiträge und Kommentare aufwww.pv-magazine.de geben nicht zwangsläufig die Meinung und Haltung der Redaktion und der pv magazine group wieder. Unsere Webseite ist eine offene Plattform für den Austausch der Industrie und Politik. Wenn Sie auch in eigenen Beiträgen Kommentare einreichen wollen, schreiben Sie bitte anredaktion(at)pv-magazine.com.

Die Blogbeiträge und Kommentare auf www.pv-magazine.de geben nicht zwangsläufig die Meinung und Haltung der Redaktion und der pv magazine group wieder. Unsere Webseite ist eine offene Plattform für den Austausch der Industrie und Politik. Wenn Sie auch in eigenen Beiträgen Kommentare einreichen wollen, schreiben Sie bitte an redaktion@pv-magazine.com.

Dieser Inhalt ist urheberrechtlich geschützt und darf nicht kopiert werden. Wenn Sie mit uns kooperieren und Inhalte von uns teilweise nutzen wollen, nehmen Sie bitte Kontakt auf: redaktion@pv-magazine.com.

Ähnlicher Inhalt

An anderer Stelle auf pv magazine...

Schreibe einen Kommentar

Bitte beachten Sie unsere Kommentarrichtlinien.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Mit dem Absenden dieses Formulars stimmen Sie zu, dass das pv magazine Ihre Daten für die Veröffentlichung Ihres Kommentars verwendet.

Ihre persönlichen Daten werden nur zum Zwecke der Spam-Filterung an Dritte weitergegeben oder wenn dies für die technische Wartung der Website notwendig ist. Eine darüber hinausgehende Weitergabe an Dritte findet nicht statt, es sei denn, dies ist aufgrund anwendbarer Datenschutzbestimmungen gerechtfertigt oder ist die pv magazine gesetzlich dazu verpflichtet.

Sie können diese Einwilligung jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. In diesem Fall werden Ihre personenbezogenen Daten unverzüglich gelöscht. Andernfalls werden Ihre Daten gelöscht, wenn das pv magazine Ihre Anfrage bearbeitet oder der Zweck der Datenspeicherung erfüllt ist.

Weitere Informationen zum Datenschutz finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.