Heraeus pimpt Lithium-Ionen-Batterien mit porösem Kohlenstoffpulver

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Heraeus hat ein neues poröses Kohlenstoffpulver entwickelt, dass als Batteriezusatz die Speicherdichte und Leistungsfähigkeit von Lithium-Ionen-Batterien für Elektrofahrzeuge um 20 Prozent steigert. Dies sei in kürzlich durchgeführten Tests nachgewiesen worden, teilte der deutsche Technologiekonzern nun mit. Auf der „Battery Show“ in den USA habe Dominik Samuelis, Leiter des Innovationsbereichs, die Forschungsergebnisse zu „Porocarb“ vorgestellt, die auf Pilotprojekten bei Kunden basierten. „Vor allem die 20-prozentige Verbesserung der Energiespeicherdichte im Vergleich zu marktgängigen, industriellen Lithium-Ionen-Batterien ist ein bedeutender Meilenstein für die Einsatzmöglichkeiten von Porocarb in Batterien“, betont Samuelis.

Die einzigartigen Eigenschaften von „Porocarb“ als Katalysator für die Verbesserung der Batteriekapazität und -leistung, insbesondere auf dem Markt für Elektro- und Hybridfahrzeuge. Egal, ob es um Bleisäurebatterien, Lithium-Ionen-Batterien oder um Superkondensatoren gehe, könne mit dem Zusatz die Haltbarkeit von Batterien verlängert, die Effizienz gesteigert und die Herstellungskosten gesenkt werden.

Nach Ansicht von Thomas Hucke, Leiter des Heraeus Start-ups Battery, wird die globale Nachfrage nach sauberer, preisgünstiger und nachhaltiger Energie eine größere Transformation in der gesamten Batterieindustrie erforderlich machen, damit Möglichkeiten für Kostensenkungen und eine Verbesserung der Speicherkapazität und Batterieleistung gefunden werden können. „Auf dem Markt für Elektro- und Hybridfahrzeuge hängt alles von der Batterie ab. Wenn die Innovationen auf diesem Gebiet hinter den Erwartungen zurückbleiben, stagnieren auch das Marktwachstum und die Nachfrage unter den Verbrauchern“, erklärte er. Als größte Herausforderungen nannte er die Verkürzung der Ladezeiten, die Vergrößerung der Kapazität und die Kostensenkung.

Heraeus kündigte an, sein Forschungsarbeiten mit „Porocarb“ auf Superkondensator- und Bleisäureanwendungen auszuweiten. Der Technologiekonzern brachte das poröse Kohlenstoffpulver nach dreijähriger Forschungsarbeit bereits 2014 auf den Markt. (Sandra Enkhardt)

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