Fenecon: Notstromspeicher dank Sicherheitsdebatte der Regierung stärker nachgefragt

Mit seinem neuen Zivilschutzkonzept hat Bundesinnenminister Thomas de Maiziere einigen Wirbel verursacht und ist von der Opposition als Panikmache abgestempelt worden. Er forderte die Menschen zu Hamsterkäufen auf, aber auch zu Vorsichtsmaßnahmen gegen länger anhaltende, überregionale Stromausfälle, da Angriffe auf die Energieversorgung in Deutschland zu befürchten seien. Bislang werden in Deutschland zumeist Stromspeicher verkauft, die nur im Zusammenhang mit dem öffentlichen Netz funktionieren, während international die Sicherung der Stromversorgung einer der wichtigsten Kaufgründe ist, wie es beim Hersteller Fenecon heißt.

„Wir erleben eine massive Nachfragesteigerung bei uns und unseren Installateurspartnern sowie den Energieversorgern, die unsere Stromspeicher anbieten“, berichtet Geschäftsführer Franz-Josef Feilmeier. Dabei würden nicht nur Photovoltaik-Heimspeicher, sondern auch größere Speicher für Landwirtschaft und Gewerbe mit hoher Speicher-Entladeleistung deutlich stärker nachgefragt.

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe empfehle in seinem Ratgeber für Notsituationen, dass Haushalte mit Photovoltaik-Anlage und Batteriespeicher theoretisch inklusive Heizung, Beleuchtung und Kühlgeräte einige Tage überstehen könnten, wenn ihre Systeme dafür ausgelegt wären. Dies bedeutet sie müssten notstromfähig sein.

Fenecon biete Batteriespeicher mit integrierter Notstromversorgung an. Diese liefen dadurch automatisch unterbrechungsfrei im Falle eines Stromausfalls weiter, heißt es von dem bayerischen Hersteller. Allerdings sei die Kapazität dieser Speicher aus Kostengründen eher nicht auf eine mehrtägige Vollversorgung ausgelegt. Ein zukunftsfähiges System sollte Fenecon zufolge daher bei einem Netzausfall nicht nur die Verbraucher weiter versorgen, sondern auch die Stromproduktion zum Beispiel aus einer heimischen Photovoltaik-Anlage aufrechterhalten können. Das Unternehmen nutze dazu ein eigens entwickeltes Energiemanagementsystem, das größtmögliche Autarkie erlaube. Stromproduktion und Strombereitstellung blieben damit auch ohne Netz gewährleistet, so dass die Speicher weiterhin aufgeladen und eingesetzt werden können. (Sandra Enkhardt)