5. Photovoltaik-Ausschreibung: Nur 22 von 25 erfolgreichen Bietern hinterlegen Zweitsicherheit

Erstmals haben bei einer Photovoltaik-Ausschreibungsrunde in Deutschland erfolgreiche Bieter die Zweitsicherheit nicht oder nicht korrekt hinterlegt. Die Bundesnetzagentur veröffentlichte am Montag weitere Details zur Ausschreibung vom August. Ursprünglich hatte sie 25 Zuschläge für Photovoltaik-Freiflächenanlagen mit einer Gesamtleistung von 130 Megawatt verteilt. Aus der aktualisierten Liste geht hervor, dass nun nur noch 22 Projekte wirklich gebaut werden dürfen. Eine Antwort auf Nachfragen von pv magazine bei der Bundesnetzagentur zu den Hintergründen und dem Volumen der drei verfallenen Zuschläge wollte die Behörde zunächst nicht geben. In Kürze will die Bundesnetzagentur zudem ein aktualisiertes Hintergrundpapier zur Ausschreibungsrunde veröffentlichen, sagte der Sprecher. Dieses solle voraussichtlich noch diese Woche online gestellt werden.

Der durchschnittliche Zuschlagswert der August-Ausschreibung erhöhte sich dadurch leicht von zunächst 7,23 auf nun 7,25 Cent pro Kilowattstunde. Offenbar gehört der Bieter mit dem niedrigsten Gebot von 6,80 Cent pro Kilowattstunde zu jenen, die nun doch noch einen Rückzieher macht. Mittlerweile gibt die Bundesnetzagentur den niedrigsten Gebotswert der Runde mit 6,89 Cent pro Kilowattstunde an. Der höchste Wert der noch einen Zuschlag erhalten hat, lag der Behörde zufolge bei 7,77 Cent pro Kilowattstunde. Dies ist sogar leicht über dem Wert aus der 4. Photovoltaik-Ausschreibungsrunde vom April, als der Höchstwert für einen Zuschlag bei 7,68 Cent pro Kilowattstunde lag.

Die erfolgreichen Bieter der fünften Ausschreibungsrunde haben nun 18 Monate Zeit, ihre Photovoltaik-Freiflächenanlagen abschlagsfrei zu realisieren. Danach gibt es einen Abzug von 0,3 Cent pro Kilowattstunde und nach 24 Monaten verfällt der Zuschlag komplett. (Sandra Enkhardt)