Tesla und Solarcity sollen kurz vor einer Einigung stehen

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Vor rund einem Monat legte Tesla-Chef Elon Musk die Offerte auf den Tisch: Für 2,8 Milliarden US-Dollar will er Solarcity übernehmen. Nun sollen die beiden Unternehmen kurz vor einer Einigung stehen, wie die Nachrichtenagentur Reuters am Wochenende exklusiv auf nicht namentlich genannte Quellen berichtete. Musk ist bei beiden Firmen der größte Aktionär und auch sonst sind beide Unternehmen eng verbandelt. Solarcity bildete ein Spezialkomitee mit zwei unabhängigen Direktoren, die die Tesla-Offerte prüfen sollen. Die Verhandlungen befänden sich nun in einer finalen Phase der gegenseitigen Due Diligence-Prüfungen, meldet die Nachrichtenagentur weiter. Der Vertragsbedingungen könnten in den kommenden Tagen von beiden Seiten akzeptiert werden. Es sei aber auch noch ein Scheitern der Übernahme möglich, so die Quelle weiter.

Mit der Übernahme von Solarcity will Musk einen „One-Stop-Shop“ für saubere Energie schaffen – also Verbrauchern, Photovoltaik-Anlagen, Speicher und Elektroautos aus einer Hand und unter einer Marke anbieten. Dazu will Tesla alle Aktien von Solarcity übernehmen und ist bereit 2,8 Milliarden US-Dollar zu zahlen. Wegen der engen familiären Verbandelung der beiden Unternehmen haben bereits mehrere Führungskräfte angekündigt, sich bei einer Abstimmung über die Übernahme nicht zu beteiligen. So sind Solarcity-Vorstandschef Lyndon Rive und Aufsichtsratsmitglied Peter Rive Cousins von Musk.

In der vergangenen Woche stellte der Tesla-Chef seinen Masterplan „Teil 2“ vor. Ein wichtiges Element darin ist, integrierte Photovoltaik-Speicherlösungen anbieten zu können. Dies sei aber nur möglich, wenn Tesla und Solarcity nicht mehr verschiedene Firmen seien, sagte Musk dazu.

Das „Wall Street Journal“ berichtete zudem, dass Tesla mit Hochdruck an der Fertigstellung seiner Gigawatt-Fabrik für Batteriespeicher im US-Bundesstaat Nevada arbeite. Für Ende des Monats sei nun eine große Eröffnung geplant. Tesla habe dafür die Zahl der Konstruktionsmitarbeiter auf etwa 1000 verdoppelt. Nach letzten Äußerungen von Musk könnten dann voraussichtlich Anfang kommenden Jahres die Lithium-Ionen-Batterien, die Tesla auch für sein angekündigtes Mittelklassemodell „Model 3“ dringend braucht, in großem Stil produziert werden. Bereits 2018 wolle Tesla rund 500.000 Elektroautos produzieren und ausliefern, so die jüngste Vision von Musk. Derzeit ist Tesla von diesen Absatzzahlen allerdings noch weit entfernt. Im ersten Quartal 2016 lag der Absatz von Elektroautos bei gut 15.500. Im zweiten Quartal sollen es rund 20.000 Fahrzeuge werden. Ob Tesla diese Marke geschafft hat, wird sich bei der Vorlage der Halbjahreszahlen am 3. August zeigen. (Sandra Enkhardt)

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