Großbritannien: 200 Megawatt Speicher für Netzdienstleistungen ausgeschrieben

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Der britische Netzbetreiber hat im April Verträge für 200 Megawatt Speicher ausgeschrieben, die unterstützende Netzdienstleistungen erbringen sollen. Mit dem steigenden Anteil von Photovoltaik und Windkraft am britischen Strommix mache dies notwendig. Angesichts der massiven Einschnitte der Regierung bei der Förderung von Erneuerbaren in diesem Jahr, seien solche Netzdienstleistungen, die von Speichern erbracht werden könnten, eine potenzielle Einnahmequelle für Photovoltaik-Projektierer, die ihr Geschäft diversifizieren wollten. Zu dieser Einschätzung kommt die Studie “Market Segment Watch: Great Britain” von Clean Horizon, die am Mittwoch veröffentlicht wurde. Sie zeigt verschiedene Szenarien sowohl für Photovoltaik-Heimspeicher als auch für mittelgroße oder netzgekoppelte Energiespeicher auf.

Die Ergebnisse der Studie zeigten, dass in Großbritannien sowohl der Markt für Photovoltaik-Heimspeicher als auch für netzgekoppelte Energiespeicher relativ weit entwickelt sei. Die Ausschreibungen zur Frequenzregulierung würden nun sehr wahrscheinlich ein gutes Geschäftsmodell für Großspeicher schaffen. Für die Entwicklung des mittelgroßen Speichersegments gibt es der Studie zufolge zwei förderliche Faktoren. So werde die Zahl der Verbraucher, die spezifische Verteil- und Übertragungsnetzentgelte zahlen müssten, aufgrund einer Reform in den kommenden Jahren steigen. Zudem würden die Übertragungsnetzentgelte bis 2020 durchschnittlich um 15 Prozent pro Jahr steigen. Clean Horizon prognostiziert daher, dass sich Energiespeicher im kommerziellen und industriellen Segment massiv verbreiten werden.

Gerade die netzgekoppelten Batteriespeicher könnten Energiedienstleistung wie Frequenzregulierung und die Teilnahme an Ausgleichmechanismen bereitstellen. „Die Umfrage bestätigt unsere Vermutung, dass Energiespeicher eine bedeutende Rolle für die Integration von erneuerbaren Energien in Großbritannien spielen werden“, sagt Michael Salomon, Geschäftsführer von Clean Horizon. Für die Studie seien mehr als 15 Projektentwickler und mehrere Verteilnetzbetreiber befragt worden, um Trends und Herausforderungen zu erkennen. So sei mit 52 Prozent die Frequenzregulierung (Sekundärregelmärkte) die bevorzugte Anwendung der Projektentwickler gewesen, gefolgt von der Vermeidung von Netzentgelten. (Sandra Enkhardt)

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