Daimler liefert erste Photovoltaik-Speichersysteme aus

Die Daimler AG hat nun mit der Auslieferung seiner Photovoltaik-Speichersysteme begonnen. Das Interesse an unseren Energiespeichern ist sehr groß. Wir haben bereits eine Vielzahl an Bestellungen vorliegen“, erklärte Harald Kröger, Leiter Entwicklung Elektrik/Elektronik und E-Drive Mercedes-Benz Cars, am Freitag. Der Verkauf erfolge über ein deutschlandweites Netzwerk aus Vertriebs- und Kooperationspartnern. In den kommenden Monaten wolle Daimler seinen Vertrieb im In- und Ausland seiner Lithium-Ionen-Batteriespeicher weiter intensivieren, so Kröger weiter.

Für seinen Photovoltaik-Speicher „Mercedes Benz“ kooperiere Daimler unter anderem mit EnBW, SMA sowie einigen Großhändlern. Rund 500 Installateure würden für die Beratung und Installation vor Ort geschult. Die Tochter Deutsche Accumotive produzierte die Photovoltaik-Batteriesysteme an ihrem Standort in Kamenz, hieß es bei Daimler weiter. Die Energiespeicher seien in Einheiten von jeweils 2,5 Kilowattstunden erhältlich. Bis zu acht Batteriemodule könnten kombiniert werden. Zu den Kosten seiner Photovoltaik-Speicher wollte sich Daimler nicht konkret äußern und sprach davon, sie zu einem wettbewerbsfähigen Preis anzubieten. Dieser ergebe sich „aus einem individuellen Paket der Systemkomponenten“, hieß es dazu.

Daimler war im vergangenen Jahr über seine Tochter Deutsche Accumotive mit Sitz im sächsischen Kamenz in das Geschäft mit Photovoltaik-Batteriespeichern eingestiegen. Seither werde der Bereich stetig ausgebaut. Bereits zuvor bot Daimler Lithium-Ionen-Batterien für die Großindustrie an und hierbei befänden sich die ersten Projekte bereits in der Umsetzung. Sie sollen nach der Fertigstellung zur Bereitstellung von Primärregelenergie dienen. Der Autokonzern kündigte zudem an, seine Produktionskapazitäten in Kamenz um ein zweites Batteriewerk erweitern zu wollen. Dazu sollen rund 500 Millionen Euro investiert werden. Die Fertigstellung der neuen Fabrik ist für Sommer 2017 geplant. (Sandra Enkhardt)