Schweiz: Ampard-Schwarmspeicher liefert Regelenergie

Die Ampard AG erbringt seit Dezember 2015 mit einem Pool von dezentralen Photovoltaik-Hausspeichern Regelleistung. „Alle vernetzten Solarstromspeicher – die meisten stehen in Einfamilienhäusern und haben eine Batteriegröße von 9 Kilowattstunden – liefern schnell und verlässlich Regelleistung“, so die Bilanz des Schweizer Unternehmens nach den ersten zwei Monaten. Über das Energiemanagementsystem Ampard werden die Speicher zu einem virtuellen Kraftwerk zusammengefasst. Die Eigentümer der Speicher würden an den Erträgen aus der Regelleistungsvermarktung beteiligt, hieß es weiter. Damit werde die Investition in einen Photovoltaik-Hausspeicher, der vornehmlich zur Eigenversorgung mit Solarstrom von den Privathaushalten genutzt wird, noch attraktiver.

Der Netzbetreiber Swissgrid habe Ende 2015 den Richtpreis für Regelenergie erhöht, da es in der Schweiz eine angespannte Energie- und Netzsituation gebe, heißt es bei Ampard weiter. So seien aufgrund der geringen Niederschläge im Herbst die Speicherseen leer und zwei AKW seien für eine Revision abgeschaltet. Hinzu kämen Versäumnisse beim Netzausbau. Regelenergie werde in der Schweiz zumeist von Wasserkraftwerken erbracht, hieß es weiter. Mit den Engpässen seien nun zugleich neue, innovative Möglichkeiten zur Erbringung von Regelenergie gefragt. Die lokale Zwischenspeicherung in kleinen Photovoltaik-Speichern sei eine davon.

In Deutschland sind bereits etwa 25.000 Batteriespeicher bei Photovoltaik-Dachanlagen installiert. Mit Blick auf dieses Potenzial kündigte Ampard an, im Frühjahr zusammen mit dem Fenecon Energy Pool die Regelleistungserbringung mit Schwarmspeichern auch in Deutschland aufnehmen zu wollen. (Sandra Enkhardt)