Meyer Burger muss Prognose wegen Verzögerungen senken

Die Meyer Burger Technologie AG erfreut sich weiterhin eines hohen Auftragseingangs. Zu Ende Oktober habe das Auftragsvolumen bei rund 367 Millionen Schweizer Franken, umgerechnet knapp 340 Millionen Euro, gelegen. Diese Steigerung um 44 Prozent sei vor allem auf verschiedene Aufträge im Bereich Photovoltaik-Systeme und –Lösungen zurückzuführen, teilte das Schweizer Unternehmen am Montag mit. Die vermehrten Photovoltaik-Projektaktivitäten verdeutliche die höhere Investitionsbereitschaft der Kunden wie auch den steigenden Technologiebedarf. Dabei gehe es vor allem um die Verbesserung der Produktionslinien für Solarzellen mit neuen Technologien (Heterojunction, Smart Wire Connection) oder Upgrade-Technologien (MB PERC, Inspektions- und Messsysteme). Die Produktion und Auslieferungen der Produkte an die verschiedenen Kunden erfolgten planmäßig, hieß es bei Meyer Burger weiter.

Das Schweizer Technologieunternehmen musste zugleich aber seine Prognose für das Gesamtjahr senken. Wegen Projektverzögerungen werde es voraussichtlich bei einigen Kunden nicht mehr zur Abnahme von Maschinen und Systemen in diesem Jahr kommen. Die Abwicklung der Aufträge werde sich wohl in die erste Jahreshälfte 2016 verzögern. Daher revidierte der Vorstand von Meyer Burger seine Umsatzziele für das laufende Geschäftsjahr von deutlich – von bisher rund 400 Millionen Schweizer Franken auf 290 bis 340 Millionen Schweizer Franken. Zudem werde nun mit einem Verlust zwischen 40 und 65 Millionen Schweizer Franken gerechnet. Entsprechende Umsätze und Gewinne aus den verzögerten Kundenprojekten würden nun für das erste Halbjahr 2016 erwartet. (Sandra Enkhardt)