Studie: Stadtwerke und regionale Energieversorger setzen auf Speicher

63 Prozent der Stadtwerke und regionalen Energieversorger messen mittelfristig dem Thema Speicher eine größere strategische Bedeutung zu als Elektromobilität. Nur 13 Prozent der 25 von Clean Horizon Consulting (CHC) halten das Thema Elektromobilität für wichtiger, wie aus den nun veröffentlichten Ergebnissen hervorgeht. Erste Stadtwerke und regionale Energieversorger hätten bereits Pilotspeicherprojekte umgesetzt oder seien dabei, diese zu evaluieren. Für Großspeicher und virtuelle Speicher seien die sehr komplexen Rahmenbedingungen aber noch ein Hemmnis, so ein Ergebnis der Studie. 46 Prozent sehen die regulatorischen Rahmenbedingungen als grundlegendes Problem an; 24 Prozent sehen in der Regulierung kein Hemmnis. Letztere setzten bislang überwiegend aber auch auf Heimspeicher.

„Die Umfrage bestätigt unsere Vermutung, dass gerade für Stadtwerke und regionale Energieversorger Energiespeicher in naher Zukunft eine bedeutende Rolle spielen werden“, sagt Michael Salomon, Geschäftsführer von CHC. Zugleich verdeutliche die Umfrage, dass die unklaren und schwierigen Rahmenbedingungen derzeit den Speicherausbau in Deutschland noch verzögerten. Zugleich sei aber damit zu rechnen, dass Stadtwerke und regionale Energieversorger, die die bürokratischen Hürden überwunden haben, in naher Zukunft in weitere Speicherprojekte investierten. In diesem Zusammenhang stünden auch die Bemühungen des Verbands Europäischer Übertragungsnetzbetreiber (ENTSO-E) für die Reform der Rahmenbedingungen für die Speicherintegration auf europäischer Ebene. (Sandra Enkhardt)