Exytron startet Pilotprojekte für sein dezentrales Speicher- und Versorgungssystem

Die Exytron GmbH aus Rostock startet derzeit mit den ersten kommerziellen Pilotprojekten für seine entwickelte Smart Energy Technology. Es handele sich um ein Energiespeicher- und –versorgungssystem, das Regionen ohne Stromnetzanschluss ermöglichen solle, sich komplett mit erneuerbaren Energien selbst zu versorgen. Bei dem System werde überschüssiger Strom aus Photovoltaik und Windkraftanlagen genutzt, um hochwertiges Methan, also Erdgas, zu produzieren. Dieses könne dann gespeichert werden und bei Bedarf wieder in nutzbare Energie umgewandelt werden. Sofern ausreichend Strom aus erneuerbaren Energiequellen erzeugt werde, könne damit eine komplette Autarkie erreicht werden, heißt es bei Exytron. Zu den Pilotprojekten für diese Power-to-Gas-Technologie gehörten neben neugebauten Wohnparks auch ein großes Freizeitbad, Beherbergungsbetriebe und sogar ein Projekt im südlichen Afrika.

Das System ist Exytron zufolge in einem Verbundvorhaben zusammen mit dem namhaften Leibniz-Institut für Katalyse an der Universität Rostock entwickelt und vom Land Mecklenburg-Vorpommern mit Mitteln aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung gefördert worden. Das Verfahren sei weltweit patentiert. Das besondere an dem Prozess sei, dass eine Rückführung des bei der Verbrennung des Erdgases entstehenden CO2 erfolge. Es werde über einen Katalysator immer wieder zur Herstellung von neuem Erdgas eingesetzt. Es befinde sich somit in einem geschlossenen Kreislauf und das System komme somit ohne jeglichen CO2-Ausstoß aus. (Sandra Enkhardt)