Econamic Grid liefert Photovoltaik-Betreiber erstmals kostenlos Strom

Vor rund einem Jahr kündigte der Speicherhersteller Deutsche Energieversorgung GmbH den Start seines Pilotprojekts „Econamic Grid“ an. In der vergangenen Nacht habe nun erstmals ein Solarinvert-Stromspeicher in Magdstadt kostenlosen Strom aus dem Econamic Grid erhalten. Das Prinzip dahinter ist, dass bei dem Projekt überschüssige Energie aus dem öffentlichen Netz in Photovoltaik-Speichersysteme der Marken Solarinvert Storage und Senec.IES geleitet wird. Jedes Jahr fielen mehrere Millionen Kilowattstunden überschüssigen Stroms an, heißt es dazu bei Solarinvert. Die Speichersysteme könnten dabei die negative Regelleistung erbringen, stünden also als Aufnahmereserve für den überschüssigen Strom zur Verfügung.

Beim Econamic Grid fungieren nun viele kleine Photovoltaik-Stromspeicher als virtueller, dynamischer Großspeicher und leiteten den überschüssigen Strom aus dem Netz in die Batterien. Econamic Grid mache es möglich, den überschüssigen Strom zu speichern oder im Winter mit diesem Strom zu heizen. Es erlaubt dem Nutzer des Systems, ungefähr 800 Kilowattstunden Hausstrom pro Jahr unentgeltlich zu verbrauchen, wie es bei Solarinvert heißt. Wer zusätzlich in einen elektrischen Heizstab investiere, bekomme weitere 2500 Kilowattstunden pro Jahr, die nur zur Wärmeerzeugung genutzt werden könnten. Der Endverbraucher sicherten sich damit an bis zu 80 Tagen im Jahr, vornehmlich im Herbst und Winter, einen kostenlosen Strom- und Wärmebezug. (Sandra Enkhardt)