Manz mit Kurssprung nach kleinem Batterieauftrag

Die Manz AG hat einen nach eigenen Aussagen strategisch bedeutsamen Auftrag von einem der führenden Elektromobilitäts-Unternehmen in den USA erhalten. Es handele sich um die Lieferung einer Pilotanlage, bei der ein Laserschweißverfahren für die Herstellung von Lithium-Ionen-Batterien eingesetzt wird. Dies senke die Produktionskosten, heißt es bei Manz weiter. Das Auftragsvolumen bewege sich „lediglich im sechsstelligen Bereich“. Dennoch rechne sich Manz bei einem Erfolg „ausgezeichnete Chancen auf signifikante Folgeaufträge in den kommenden Jahren“ aus. Vorstandschef Dieter Manz zeigte sich angesichts dessen auch überzeugt, dass der Geschäftsbereich Batterie seines Unternehmens bald schon Umsätze im dreistelligen Millionenbereich generieren könne.

Die Verkündung des Auftrags löste am Dienstag eine wahre Kursrallye aus. Die Aktien des Maschinenbauers aus Reutlingen legten um bis zu neun Prozent zu auf über 80 Euro zu. Hintergrund sind Spekulationen, dass es sich bei dem Auftraggeber um Tesla handeln könnte. Der US-Elektroautohersteller baut derzeit in Nevada eine Batteriefertigung im Gigawattmaßstab. Bereits bei der Ankündigung von Tesla gab es Spekulationen, ob und in welchem Umfang Manz als Maschinenlieferant davon profizieren kann. (Sandra Enkhardt)