Centrosolar und Solarworld auf der DSW-Watchlist ganz oben

Die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) veröffentlicht alljährliche eine Watchlist mit den größten Kapitalvernichtern. Seit einigen Jahren bereits sind deutsche Photovoltaik-Unternehmen ganz vorn in diesem Ranking vertreten. Das hat sich auch 2015 leider nicht geändert. Die offizielle DSW-Watchlist wird wie im Vorjahr von Solarworld angeführt. Insgesamt kommt der Photovoltaik-Konzern auf -963,32 Punkte, die sich aus der Kursentwicklung der Aktien in den vergangenen fünf Jahren ergeben. Noch mehr Verlustpunkte sammelte aber Centrosolar ein, dass 2014 noch auf dem zweiten Platz lag. Insolvente Unternehmen werden aber in dieser Liste nicht offiziell aufgeführt.

Mit Aleo Solar auf Platz sieben und Phoenix Solar auf Platz neun finden sich zwei weitere Photovoltaik-Unternehmen in den Top 10. SMA Solar folgt auf Platz 12 und die Solar-Fabrik fiel aus den Top 10 raus, ist aber mit Platz 14 immer noch sehr weit oben in der DSW-Watchlist. Die konventionellen Konkurrenten RWE und Eon sind ebenfalls unter den 50 größten Kapitalvernichtern zu finden. Im Gegensatz zu 2014 sind sie im Ranking aber doch wieder deutlich nach unten gerutscht und sind nun auf den Positionen 35 und 43 zu finden. „Grundsätzlich sei noch betont, dass es nicht zwingend ein Verkaufssignal sein muss, wenn eine Gesellschaft auf der Liste auftaucht. Ein funktionierendes Geschäftsmodell vorausgesetzt, ist es manchmal sogar genau das Gegenteil“, erklärte Marc Tüngler, Hauptgeschäftsführer des DSW. (Sandra Enkhardt)