SolarContact-Index: Trotz gutem PV-Interesse deutliche Kaufzurückhaltung

Der SolarContact-Index, Barometer für das Interesse am Kauf von PV-Anlagen, verharrt im Februar auf dem Niveau des Jahresanfangs. Während dies im Vergleich zum Februar des Vorjahres ein positiver Trend ist, so liegt auch die absolut abgegebene Anzahl an Angebotsanfragen leicht über den Vorjahreswerten des Februar. Doch trotz des anhaltend guten Interesses an PV-Anlagen entscheiden sich nach wie vor nur wenige für eine Installation.

Der SolarContact-Index ist zum Jahresbeginn auf einem stabil hohen Niveau. Mit 122 Indexpunkten der Anfragen über alle Leistungen und Produkte im PV-Bereich liegt der Februar im 12 Monatsdurchschnitt auf demselben Niveau wie im Januar. Leichte Unterscheide zeigen sich nur innerhalb der einzelnen Anfragebereiche: Während die Nachfrage nach PV-Anlagen mit 123 Punkte leicht angestiegen ist (Januar: 121 Indexpunkte), ist das Interesse an PV-Stromspeichern auf 121 Punkte gesunken (Januar: 131).

Im Vergleich zu den Vorjahreswerten ist diese Indexentwicklung als positiv zu werten, da bereits im Februar der SolarContact-Index im Vergleich zum Januar immer abgesunken war. Dieser positive Trend zeigt sich auch in der Anzahl der absolut abgegebenen Anzahl an Angebotsanfragen, sodass man durchaus von einem immer noch hohem Interesse an PV-Anlagen ähnlich der Jahre 2013 und 2014 sprechen kann.

Das vergleichsweise hohe Interesse an Angeboten für eine PV-Anlage steht jedoch in deutlichem Kontrast zu den eigentlichen Zubauzahlen. Denn während in 2014 bereits vergleichsweise wenige Anlagen neu errichtet wurden, so setzt sich dieser Abwärtstrend auch im Januar mit lediglich 123 Megawatt an installierter PV-Leistung fort und stellt mit einem Rückgang von rund 34% im Vergleich zum Vorjahresmonat (193 MW) sogar einen neuen Negativrekord auf.

Die große Diskrepanz zwischen einem weiterhin hohem Interesse an PV-Angeboten und der letztlich sehr niedrigen Zubaurate lässt wie im letzten Jahr vermuten, dass erst nach einer Beratung und auch Angebotserstellung viele Interessenten Abstand von einer Investition nehmen. Dies mag sowohlan den wirtschaftlichen Randbedingungen wie der niedrigen Einspeisevergütung liegen, aber auch an den komplexen Regularien wie z. B. der Eigenverbrauchsumlage.

Anreize und ein höherer Zubau sind im jetzigen Marktumfeld lediglich durch eine Senkung der Investitionskosten z. B. durch Wegfall von Importzöllen oder durch eine Anhebung der Einspeisevergütung zu erwarten. Letzteres dürfte ist jedoch nur mittelfristig möglich, wenn die Zubauzahlen in einem Zeitraum von 12 Monaten unter 1.000 MW bleiben. Werden also nicht die Importzölle aufgehoben, so ist in 2015 von einem weiter unterdurchschnittlichen Zuwachs auszugehen.

DerSolarContact-Index stützt sich auf die Nachfrage nach allen Gewerken rund um Photovoltaikanlagen im Internet und wird von der DAA Deutsche Auftragsagentur aus Hamburg erhoben. Die DAA ist einer der größten deutschen Internet-Anfragedienstleister für regenerative Energietechnik und ist u.a. auf die Projektvermittlung für Solaranlagen, Heiztechnik sowie Dämmungs- und Sanierungsarbeiten spezialisiert.

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