Hybride erneuerbare Energiesysteme verändern den Markt für Privathaushalte sowie kleine und mittelständische Unternehmen (KMU). Installateure, die ihr Portfolio um Windenergie erweitern, diversifizieren nicht nur ihr Angebot – sie gewinnen Projekte, die als reine Photovoltaik-Anlagen nicht realisierbar wären.
Immer wieder müssen Installateure in Deutschland Gespräche wie diese führen: Ein Landwirt fragt, warum seine Photovoltaik-Anlage von November bis Februar kaum Ertrag liefert. Ein kleines Unternehmen möchte seine Abhängigkeit vom Stromnetz reduzieren, stößt aber immer wieder auf dasselbe Problem: Genau dann, wenn die Energiekosten steigen, liefert die Photovoltaik kaum Strom. Ein Hausbesitzer auf einer windreichen Anhöhe fragt sich, warum sein gesamtes System nach Sonnenuntergang stillsteht.
Die Antwort ist immer häufiger dieselbe: Photovoltaik allein reicht nicht aus. Und die Installateure, die das früh erkennen, gewinnen die größeren Projekte.
Die saisonale Lücke, die Photovoltaik nicht schließen kann
Deutschlands Energieprofil macht die zentrale Schwäche von rein solarbasierten Systemen besonders deutlich. Die Sonneneinstrahlung in den Wintermonaten kann in Nord- und Mitteldeutschland auf einen Bruchteil des Sommerniveaus sinken, während gleichzeitig der Energiebedarf – insbesondere für Heizung – seinen Höhepunkt erreicht. Regionen wie die Nordseeküste, die Ebenen Brandenburgs oder die Höhenzüge von Eifel und Sauerland verfügen hingegen in vielen Fällen über gute Windverhältnisse genau in dieser Zeit.
Diese saisonale Ergänzung ist kein Zufall – sie ist das zentrale Argument für hybride Systeme. Windenergie liefert Strom in den frühen Morgenstunden, nachts und an bewölkten Wintertagen. Solarenergie deckt die langen Sommernachmittage ab. Zusammen entsteht ein deutlich gleichmäßigeres und besser planbares Jahreserzeugungsprofil – mit geringerer Netzabhängigkeit und reduziertem Bedarf an großen Speichersystemen. Für landwirtschaftliche Betriebe ist das ein entscheidender Vorteil. Sie haben ganzjährig einen hohen Energiebedarf, insbesondere im Winter für Heizung, Belüftung und Verarbeitung. Auch für kleine und mittlere Unternehmen – etwa Logistikzentren, Produktionsbetriebe oder ländliche Gastronomie – kann sich die Wirtschaftlichkeit hybrider Systeme deutlich besser darstellen als bei reinen Photovoltaik-Lösungen.
Der regulatorische Rahmen: Kleine Windenergieanlagen im EEG
Das EEG bietet einen klaren regulatorischen Rahmen für die Installation kleinere Windenergieanlagen. Windenergieanlagen im kleineren Leistungsbereich, typischerweise unter etwa 100 kW, müssen in Deutschland in der Regel nicht an Ausschreibungen teilnehmen, die für größere Projekte verpflichtend sind – ein wichtiger Vorteil für Anwendungen in Landwirtschaft, Gewerbe und Wohnanlagen.Gleichzeitig bleibt die Förderstruktur für kleine Windenergieanlagen weniger standardisiert als im Photovoltaik-Bereich. In vielen Fällen basiert die Wirtschaftlichkeit auf einer Kombination aus Eigenverbrauch und marktbasierter Vergütung. Diese regulatorische Planbarkeit ist dennoch entscheidend. Installateure können ihren Kunden einen nachvollziehbaren Rahmen präsentieren, anstatt auf unsichere Renditeannahmen angewiesen zu sein. In Kombination mit steigenden Strompreisen und technologischen Fortschritten entsteht so eine zunehmend attraktive Grundlage für Investitionen in kleine Windenergieanlagen.
„Freen 9”: Entwickelt für den hybriden Einsatz
Zu den Systemen, die aktuell in den Markt kommen, gehört auch unser Produkt „Freen 9”, die gezielt für Anwendungen in der Landwirtschaft, im Gewerbe und in gemeinschaftlichen Wohnprojekten positioniert ist. Die Anlage mit neun Kilowatt Leistung ist darauf ausgelegt, in den für Mitteleuropa typischen Windgeschwindigkeitsbereichen effizient zu arbeiten – nicht nur unter optimalen Hochwindbedingungen. Sie kostet etwa. 11.000 Euro.
In hybriden Systemen lässt sie sich mit Photovoltaik-Anlagen und Speichern kombinieren und trägt dazu bei, die Energieerzeugung über mehr Stunden des Tages und mehr Monate des Jahres hinweg zu verteilen. Für Installateure bedeutet das die Möglichkeit, integrierte Energiesysteme anzubieten, anstatt einzelne Technologien separat zu kombinieren. Für Kunden entsteht ein System, das ihre Energiebedarfe umfassender abdeckt.
Energieunabhängigkeit als Verkaufsargument – und als Sicherheitsfaktor
Hybride Energiesysteme bieten nicht nur wirtschaftliche Vorteile. Ein weiterer Aspekt gewinnt zunehmend an Bedeutung: echte Energieunabhängigkeit. Die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern und zentralisierten Energiestrukturen stellt eine strukturelle Verwundbarkeit dar. Preisschwankungen, Versorgungsunterbrechungen und geopolitische Risiken wirken sich direkt auf Endkunden aus. Dezentrale erneuerbare Systeme, die sowohl Solar- als auch Windenergie nutzen, können diese Abhängigkeit deutlich reduzieren. Sie senken nicht nur langfristig die Energiekosten, sondern erhöhen auch die Versorgungssicherheit. Für landwirtschaftliche Betriebe und Unternehmen mit kritischen Betriebsprozessen ist dies ein entscheidender Faktor. Eine hybride Anlage aus Photovoltaik, Windkraft und Speicher kann in der Praxis als eine Art „private Energieinfrastruktur“ betrachtet werden – ein Perspektivwechsel, der Investitionsentscheidungen maßgeblich beeinflusst.
Was das für Installateure bedeutet
Photovoltaik-Installateure, die ihr Portfolio um Windenergie erweitern, verändern ihre Marktposition grundlegend. Sie entwickeln sich von reinen Installateuren zu Anbietern integrierter Energiesysteme – und die Projektvolumina steigen entsprechend. Ein hybrides System, das eine Windanlage wie die „Freen 9” mit Photovoltaik und Speicher kombiniert, deckt einen größeren Teil des Energiebedarfs ab, ermöglicht eine umfassendere Systemplanung und schafft langfristige Servicebeziehungen. In Deutschland entstehen derzeit durch geeignete Windverhältnisse, steigende Energiepreise und einen sich weiterentwickelnden regulatorischen Rahmen neue Marktchancen für hybride Systeme – insbesondere im ländlichen Raum und im gewerblichen Bereich. Die Installateure, die diesen Schritt früh gehen, sichern sich entscheidende Wettbewerbsvorteile.
Die Autorin Agnieszka Prochowicz-Kobryń arbeitet als PR Managerin bei Freen.Für weitere Informationen zu den technischen Spezifikationen von „Freen 9” wenden Sie sich bitte direkt an den Hersteller unter contact@freen.com oder besuchen Sie https://freen.com/de/
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