ET Solar weist Undertaking-Verstöße zurück

ET Solar hat nun auch Stellung bezogen zu den Vorwürfen der EU-Kommission, wonach der chinesische Photovoltaik-Hersteller die Vorgaben des Undertakings verletzt haben soll. „Wir haben uns bislang sehr strikt und konsequent an die Vorgaben der Vereinbarung gehalten und wir sind sehr zuversichtlich, dass wir die Bedenken der EU-Kommission in den kommenden Wochen klären können“, erklärte ET Solar auf Anfrage von pv magazine. Der chinesische Photovoltaik-Hersteller fürchte daher auch keine negativen Auswirkungen und wolle seine Geschäfte weiter fortsetzen.

Die EU-Kommission verdächtigt ET Solar, dass das Unternehmen versucht habe, das Undertaking zu umgehen, indes es komplette Solarparks nach Europa verkaufte. Die darin enthaltenen Solarmodule seien dann nicht in den vierteljährlichen Berichten aufgetaucht, die ET Solar an die EU-Kommission übermitteln muss, so der Vorwurf aus Brüssel. Entsprechend habe ET Solar nicht nachweisen können, dass es sich an die Mindestpreis- und Volumenregelung für die chinesischen Hersteller in Europa halte. ET Solar erklärte nun, dass es bereits lange Zeit komplette Solarparks an Investoren in Europa und weltweit verkaufe. Bei diesen Transaktionen würden auch Solarmodule von ET Solar, aber auch von anderen Photovoltaik-Herstellern verkauft. Nun wolle der chinesische Photovoltaik-Hersteller die Diskrepanzen, die die EU-Kommission zu den gelieferten Solarmodulen von ET Solar aufklären. Zudem solle nachgewiesen werden, dass sich das Unternehmen bei seinen Verkäufen auch an die Mindestimportpreise gehalten habe.

Kurz zuvor hatte Renesola erklärt, es wolle aus dem Undertaking aussteigen. Als drittes chinesisches Photovoltaik-Unternehmen ist Canadian Solar von der EU-Kommission mit einem möglichen Ausschluss aus der Vereinbarung bedroht, da es gegen die Verpflichtungen verstoßen haben soll. Eine Rückmeldung des Unternehmens dazu gab es bislang aber noch nicht. (Sandra Enkhardt)