SMA stellt Lieferanten neue Strategien vor

Auf dem Lieferantentag hat der Vorstand der SMA Solar Technology AG seine Geschäftspartner über die aktuelle wirtschaftliche Situation informiert. Die Warenkreditversicherer würden die Transformation bei dem hessischen Hersteller von Photovoltaik-Wechselrichtern positiv begleiten. „Alle Gesprächspartner haben die Alleinstellungsmerkmale der SMA am weltweiten Photovoltaik-Markt anerkannt und konnten die vorgestellten Maßnahmen nachvollziehen. Die wichtigen Warenkreditversicherer Euler/Hermes, Coface und Atradius haben deshalb Versicherungslinien für Geschäfte mit SMA eingeräumt. Das ist ein ausgesprochen gutes Ergebnis, das von den anwesenden Lieferanten entsprechend positiv aufgenommen wurde“, erklärte SMA-Vorstandssprecher Pierre-Pascal Urbon am Donnerstag.

SMA hat mittlerweile seine globale Einkaufsstrategie verändert. Das Photovoltaik-Unternehmen nutze nun die Kooperation mit Danfoss zur Volumenbündelung und für neue Logistikkonzepte zur Erhöhung der Flexibilität sowie zur Bestandsreduzierung. „Durch die modulare Bauweise der neuen Wechselrichter-Generation und weitere Standardisierungsmaßnahmen kann SMA die globale Einkaufsstrategie optimal nutzen und Volumeneffekte erzielen, die zu nachhaltigen Kostenreduzierungen führen werden“, sagte Mark Grosse, Head of Global Procurement bei SMA. Es gebe zudem weiteres Einsparpotenzial bei den Materialkosten, dass dank der Zusammenarbeit mit Danfoss über die kommenden beiden Jahre genutzt werden solle.

Externe Kooperationen würden zukünftig zu einem wichtigen Bestandteil der SMA-Strategie. Technologische Innovationen wolle man daher mit ausgewählten Partnern vorantreiben. Der SMA-Vorstand stellte den Lieferanten für alle Bereiche konkrete Maßnahmen vor, die insgesamt die Fixkosten um mehr als 160 Millionen Euro senken sollen. Neben einer deutlichen Reduzierung der Mitarbeiterzahl sieht das Konzept auch eine Konzentration auf strategisch wichtige Entwicklungsprojekte, die Verminderung der Wertschöpfungstiefe sowie die Konsolidierung der weltweiten Infrastruktur vor, wie es weiter hieß.

Der Hersteller von Photovoltaik-Wechselrichtern aus Niestetal befindet sich derzeit in einer schwierigen Geschäftslage. SMA hat unlängst angekündigt, insgesamt 1600 Vollzeitstellen weltweit abbauen zu wollen, davon 1300 in Deutschland. Auch der Vorstand ist im Zuge der Restrukturierung verändert und verkleinert worden. Trotz massiver Kostensenkungspläne geht das Unternehmen auch in diesem Geschäftsjahr von einem Verlust sowie einem sinkenden Umsatz aus. (Sandra Enkhardt)