BASF gründet Joint Venture für Lithium-Ionen-Batteriematerialien in Japan

BASF und Toda Kogyo Corp. haben nun offiziell ihr Joint Venture BASF Toda Battery Materials LLC gegründet. Die entsprechende Vereinbarung hatten die beiden Unternehmen bereits im Oktober 2014 geschlossen. 66 Prozent des Eigenkapitals für die BASF Toda Battery Materials stammten von BASF Japan Ltd. und 34 Prozent von der Toda Kogyo Corp., teilten die Unternehmen mit.

Ziel des Joint Ventures sei es, Kathodenmaterialien für Lithium-Ionen-Batterien in Japan anzubieten, teilten die Unternehmen mit. Es gehe um die Erforschung und Entwicklung, die Produktion, die Vermarktung sowie den Vertrieb einer Vielzahl von Kathodenmaterialien, insbesondere Nickel-Kobalt-Aluminium-Oxid (NCA), Lithium-Mangan-Oxid (LMO) und Nickel-Kobalt-Mangan (NCM). Diese Materialien eigneten sich für den Einsatz in Lithium-Ionen-Batterien für Fahrzeuge, Unterhaltungselektronik und stationäre Energiespeicher.

BASF will mit dem Gemeinschaftsunternehmen sein Marktwachstum bei Batteriematerialien weiter vorantreiben. Der Chemiekonzern sehe in diesem Bereich „ein bedeutendes Wachstumsfeld für die Zukunft“. Das neue Unternehmen wird seinen Hauptsitz in Tokio haben und Produktionsstandorte in Sanyo Onoda in der Präfektur Yamaguchi und Kitakyushu in der Präfektur Fukuoka. Etwa 80 Mitarbeiter seien direkt bei der Gesellschaft beschäftigt, teilten die Unternehmen weiter mit. Die jährliche Produktionskapazität für Kathodenmaterialien sowie deren Ausgangsstoffe betrage insgesamt etwa 18.000 Tonnen. Die BASF Toda Battery Materials solle als Teil der globalen Geschäftseinheit Batteriematerialien von BASF agieren. (Sandra Enkhardt)