Sonnenbatterie verzeichnet anhaltend hohe Nachfrage

Die Sonnenbatterie GmbH ist weiter in der Erfolgsspur. „Die Produktion läuft planmäßig und die Nachfrage nach unseren Speichersystemen ist auch im ersten Quartal anhaltend hoch“, sagt Christoph Ostermann im Gespräch mit pv magazine. In den Vorjahren habe sich auch bei der Speichernachfrage das Winterloch beim Photovoltaik-Zubau bemerkbar gemacht. Doch in diesem Jahr sei dies anders. Dennoch würden die meisten Speichersysteme immer noch im Zusammenhang mit neuen Photovoltaik-Anlagen verkauft, sagt der Geschäftsführer von Sonnenbatterie weiter. Dennoch sei auch eine wachsende Nachfrage für die Nachrüstung bestehender Photovoltaik-Anlagen festzustellen. Sonnenbatterie vertreibt seine Speichersysteme nur über eigene Fachpartner, nicht aber über Großhändler. Rund 50 Vertriebspartner hat das Unternehmen in Deutschland und Österreich. „Hintergrund ist, dass es sich bei Speichersystemen immer noch um ein erklärungsbedürftiges Produkt gerade in Bezug auf Funktionsweisen und Sicherheit handelt. Mit unseren Sonnenbatterie-Centern wollen wir sicherstellen, dass wir einen guten Service und eine gute Beratung für die Kunden bieten“, sagt Ostermann.

Der Speicherhersteller will auch in diesem Jahr seine Produktion weiter hochfahren.Bereits im zweiten Halbjahr 2014 hatte Sonnenbatterie seine Kapazitäten deutlich ausgebaut. „Wir wollen die Zahl der ausgelieferten Systeme gegenüber dem Vorjahr verdreifachen“, sagt Ostermann zu den Plänen. Er erwarte eine weiter steigende Nachfrage. Daher werde zum einen die Produktionsfläche am Standort Wildpoldsried vergrößert. Zum anderen sei geplant, ab Mitte des Jahres eine Auftragsfertigung mit der Herstellung von eco-Speichersystemen zu starten. Dies sei auch das Modell für die USA, wo Sonnenbatterie ebenfalls zur Jahresmitte mit der Serienfertigung und dem Vertrieb beginnen will. Die Zahl der Mitarbeiter in Deutschland wird von derzeit rund 100 auf etwa 130 zum Jahresende wachsen, wie Ostermann weiter sagt.

Der Umsatz des Unternehmens soll sich in diesem Jahr mindestens verdoppeln. Nach Gewinnen schielt Sonnenbatterie derzeit aber noch nicht. „Unsere Strategie ist, die Einnahmen in neues Wachstum und die Weiterentwicklung unserer Technologie zu investieren“, sagt Ostermann. Nur auf diese Weise könne der Hersteller weitere Marktanteile gewinnen. Mit einerPreissenkung für seine Speichersysteme von rund 50 Prozent im vergangenen Jahr sieht sich das Unternehmen gut gegenüber den Wettbewerbern positioniert. Dennoch wird es auch künftig noch ein gewisses Potenzial für weitere Preissenkungen geben, die aber derzeit bei Sonnenbatterie nicht geplant seien. Die Marktverteilung in Deutschland zwischen Lithium-Ionen- und Bleibatterien sieht Ostermann bei etwa 50 zu 50. Allerdings sei zu erwarten, dass sich dies zugunsten der Lithium-Ionen-Systeme noch verschieben werde. Bei den Speicherherstellern sei aber bereits auch eine Art Konsolidierung eingetreten. So seien vor einigen Jahren viele Hersteller auf den Markt gedrängt, von denen einige kleine Firmen derzeit wieder ausschieden. Doch nicht nur für den deutschen Speichermarkt ist Ostermann optimistisch. Sonnenbatterie will auch im Ausland weiter wachsen. Neben Deutschland ist das Unternehmen derzeit in Österreich, der Schweiz, der Slowakei, Italien und Luxemburg aktiv. Perspektivisch interessante Märkte seien Großbritannien und die skandinavischen Länder. Dort werde Sonnenbatterie einen möglichen Markteintritt in diesem Jahr evaluieren, sagt Ostermann. Hinzu kommt das Geschäft in den USA, dass dann ab dem zweiten Halbjahr Fahrt aufnehmen soll.

Sonnenbatterie hat zudem sein Management-Team auf Wachstum ausgerichtet. Seit Januar ist Oliver Koch neben Ostermann neuer Geschäftsführer. Er ist seit September an Bord und hatte das Hochfahren der Produktion als COO im zweiten Halbjahr erfolgreich umsetzen können. Der Sonnenbatterie-Mitbegründer und CTO Torsten Stiefenhofer ist dafür aus der Geschäftsführung ausgeschieden. Als Chief Innovation Officer wird er sich nun ganz auf die strategische Weiterentwicklung des Produktsortiments konzentrieren. Als neuen Chief Technology Officer hat Sonnenbatterie zudem Hermann Schweizer an Bord geholt. Der studierte Elektroingenieur bringt jede Menge Erfahrung aus der Industrie mit und war bereits in Führungspositionen verschiedener Unternehmen tätig. (Sandra Enkhardt)