BNEF: Solarförderung in Japan könnte um 18 Prozent sinken

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Die Photovoltaik-Einspeisetarife in Japan könnten zum 1. April um bis zu 18 Prozent sinken. Dies ist die Schätzung der Analysten von Bloomberg New Energy Finance (BNEF) aufgrund der gesunkenen Betriebs- und Wartungskosten für Photovoltaik-Anlagen in Japan, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg meldet. Die Solarförderung werde in zwei Schritten sinken. Zum einen zu Beginn des Fiskaljahres, der in Japan auf den 1. April fällt, sowie zum 1. Juli. Dieses Datum ist der dritte Jahrestag der Einführung des Förderprogramms für erneuerbare Energien in Japan, schreiben die BNEF-Analysten in einem Bericht.

Aktuell beträgt die Einspeisevergütung für genehmigte Photovoltaik-Projekte in Japan 32 Yen pro Kilowattstunden, umgerechnet knapp 23,5 Cent je Kilowattstunde. Zum 1. April könnten die Tarife auf knapp 21 Cent je Kilowattstunde sinken und zum 1. Juli auf 19,3 Cent je Kilowattstunde, so die BNEF-Schätzungen. Im Juli 2012 hatte die japanische Regierung die Förderung der Photovoltaik eingeführt, um Investitionen in diesem Sektor anzureizen. Diese hohen Prämien seien in dem Gesetz für drei Jahre festgeschrieben worden. Seit der Einführung passte sie die relativ hohen Einspeisetarife jährlich zum 1. Juli an. Die Absenkungen spiegelten dabei dem Bericht zufolge jeweils die gesunkenen Photovoltaik-Kosten wieder. Im Unterschied zu Deutschland ist aber für die Höhe der Einspeisevergütung in Japan die Genehmigung des Projekts ausschlaggebend.

In der vergangenen Woche hat ein Ausschuss der japanischen Wirtschafts- und Handelsministeriums die jährliche Prüfung der Anreize für erneuerbare Energien aufgenommen, schreibt Bloomberg. Mit dem Programm wird neben Photovoltaik auch Windkraft, Erdwärme, Biomasse und Kleinwasserkraft in Japan gefördert. Die Einspeisetarife für die übrigen Technologien würden voraussichtlich nicht abgesenkt. Allerdings entfalle auf die Photovoltaik auch der größte Teil der zur Förderung beantragten und genehmigten Projekte, hieß es weiter. Neben der Reduktion der Einspeisetarife soll der Ausschuss auch über das Ende der dreijährigen „Premium“-Periode beraten.

Nach der Einführung der Solarförderung 2012 hat sich der Photovoltaik-Markt in Japan rasant entwickelt. Er ist mittlerweile weltweit der zweitgrößte nach China – gemessen an der neu installierten Photovoltaik-Leistung. Nach jüngsten Meldungen des japanischen Forschungsinstituts RTS PV sollen im vergangenen Jahr neue Photovoltaik-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 8000 Megawatt ans Netz gegangen sein. Offizielle Zahlen hat das Wirtschaftsministerium aber noch nicht veröffentlicht. Allerdings ist auch noch nicht genau bekannt, wie viel Photovoltaik-Leistung in China im vergangenen Jahr neu installiert worden ist. Klar ist nur, dass China 2014 seine selbstgesteckten Ausbauziele verfehlt haben dürfte, dass nach mehrfachen Korrekturen noch bei 13 Gigawatt lag. (Sandra Enkhardt)

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