Suntech Power International muss sich bis Juni mit Gläubigern einigen

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Die Suntech Power International Ltd. (SPI) hat einen erneuten Aufschub bekommen. Die Behörden im schweizerischen Schaffhausen hätten das definitive Moratorium für eine Einigung mit den Gläubigern nochmals bis zum 19. Juni 2014 verlängert, teilte die chinesische Muttergesellschaft mit. Ursprünglich wäre das Moratorium am 18. Dezember ausgelaufen. Nun bleibe dem Photovoltaik-Unternehmen aber mehr Zeit, seine Schulden zu restrukturieren und eine Vereinbarung mit seinen Gläubigern zu erreichen.

Bereits im April war ein vorläufiges Moratorium für die Suntech Power International bei den Schweizer Justizbehörden beantragt worden. Dies war notwendig geworden, da die wichtigste operative Gesellschaft von Suntech in Europa überschuldet ist. Die Schulden resultierten dabei vor allem aus überbetrieblichen Rückständen. Kurz zuvor beantragten Gläubiger für die wichtigste chinesische Tochtergesellschaft, Wuxi Suntech, die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens. Mittlerweile hat der Insolvenzverwalter von Wuxi Suntech einen Übernahmevertrag mit Shunfeng Photovoltaic International Ltd. geschlossen, einem wesentlich kleinerem Photovoltaik-Konkurrenten aus China. Für die Übernahme soll Shunfeng Photovoltaic umgerechnet etwa 360 Millionen Euro zahlen, die größtenteils über eine Wandelschuldanleihe finanziert werden sollen. Noch ist die Transaktion nicht abgeschlossen. Nach dem Insolvenzantrag der Muttergesellschaft Suntech Power Holdings Co. Ltd. auf den Caymans haben die eingesetzten vorläufigen Insolvenzverwalter der Beratungsgesellschaft Pricewaterhouse Coopers (PwC) angekündigt, die jüngst erfolgten Aktientransfers von der Suntech Power Solar System Co. Ltd. (PSS) prüfen zu wollen. Die PSS hat nach Unternehmensangaben ihre Anteile an der Wuxi Suntech auf die Tochtergesellschaften Suntech Power Japan Corp. und Suntech Power Investment Pte. Ltd. übertragen. Die Frage sei, ob die PSS dazu berechtigt gewesen sei. (Sandra Enkhardt)