Centrotherm verliert Auftrag aus Algerien

Erst vor zwei Wochen hat Centrotherm die Aufhebung des Insolvenzverfahrens verkündet, jetzt muss der Photovoltaik-Anlagenbauer ein weniger erfreuliches Ereignis melden: Wie das Unternehmen aus Blaubeuren am Freitag mitteilt, hat CEEG, ein Tochterunternehmen der Société Nationale de l’Electricité et du Gaz (Sonelgaz), dem Konsortium bestehend aus Centrotherm photovoltaics und Kinetics Germany den Vertrag zum Bau einer vollintegrierten Solarmodulfabrik in Algerien gekündigt.

Das ursprüngliche Projektvolumen betrug der Pressemitteilung zufolge rund 290 Millionen Euro. Die Gesellschaft behält sich demnach rechtliche Schritte vor und will zunächst Wirksamkeit und Bedeutung der Kündigung prüfen. Wie das Unternehmen weiter mitteilt, hätte aber auch eine rechtmäßige Kündigung keine negativen Auswirkungen auf den geplanten Cash-Flow und die künftige Entwicklung con Centrotherm. Etwaige Schadensersatzansprüche gegen die Gesellschaft wären durch den Insolvenzplan erfasst.

Das Amtsgericht Ulm hat erst mit Anlauf des 31. Mai die nach dem Schutzschirmverfahren laufende Insolvenz in Eigenregie des Photovoltaik-Konzerns aufgehoben. Als weitere Schritte sind ein Kapitalschnitt und ein Debt-to-Equity-Swap geplant. (Petra Hannen)