Bieterwettstreit: Isofoton und Hanwha kämpfen um Q-Cells

Teilen

Der spanische Photovoltaik-Hersteller Isofoton soll ebenfalls Interesse an einer Übernahme der insolventen Q-Cells SE haben. Es habe ein Treffen am Montag zwischen Isofoton-Präsidenten Angel Luis Serrano mit Q-Cells-Vertretern gegeben, sagte ein Sprecher der Nachrichtenagentur Reuters. Isofoton wolle nach dem südkoreanischen Mischkonzern Hanwha ebenfalls ein Angebot für das insolvente deutsche Photovoltaik-Unternehmen vorlegen. Dabei sei geplant, alle Q-Cells-Arbeitsplätze zu erhalten. Standortverlagerungen seien nicht geplant. Es gehe darum, einen europäischen Solarkonzern zu schmieden. Dazu habe Isofoton auch die finanzielle Unterstützung eines US-Fonds. Zur Höhe des gebotenen Kaufpreises wollte  Isofoton keine Angaben machen. Auf Anfrage der photovoltaik erklärte eine Sprecherin von Isofoton, dass das spanische Unternehmen weniger als zehn Prozent der Arbeitsplätze bei Q-Cells kürzen wolle. Zudem wolle Isofoton 300 Millionen Euro investieren, davon 100 Millionen Euro in die Produktion in Bitterfeld-Wolfen. Besonderes Interesse habe das spanische Unternehmen an den Hocheffizienzzellen von Q-Cells sowie der Forschungs- und Entwicklungsarbeit des deutschen Photovoltaik-Herstellers, sagte sie weiter.

Ein Sprecher des Insolvenzverwalters Henning Schorisch wollte sich zu einem möglichen Angebot des spanischen Konzerns nicht äußern. Der Investorenprozess sei vertraulich, sagte Christoph Möller. Er wollte auch nicht bestätigen, dass weitere Angebote vorlägen. Beim jüngst unterzeichneten Vertrag mit Hanwha habe eine Veröffentlichungspflicht bestanden, sagte Möller weiter. Am Mittwoch muss die Gläubigerversammlung von Q-Cells über die Zukunft des angeschlagenen Photovoltaik-Herstellers entscheiden. Hanwha hatte ein starkes Angebot vorgelegt. Neben der Übernahme von betriebsbezogenen Verbindlichkeiten in niedriger dreistelliger Millionenhöhe sieht der Kaufvertrag auch einen Bar-Kaufpreis in mittlerer zweistelliger Millionenhöhe sowie den Erhalt eines Großteils der Arbeitsplätze vor. (Sandra Enkhardt)

Dieser Inhalt ist urheberrechtlich geschützt und darf nicht kopiert werden. Wenn Sie mit uns kooperieren und Inhalte von uns teilweise nutzen wollen, nehmen Sie bitte Kontakt auf: redaktion@pv-magazine.com.

Teilen

Ähnlicher Inhalt

An anderer Stelle auf pv magazine...

Schreibe einen Kommentar

Bitte beachten Sie unsere Kommentarrichtlinien.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Mit dem Absenden dieses Formulars stimmen Sie zu, dass das pv magazine Ihre Daten für die Veröffentlichung Ihres Kommentars verwendet.

Ihre persönlichen Daten werden nur zum Zwecke der Spam-Filterung an Dritte weitergegeben oder wenn dies für die technische Wartung der Website notwendig ist. Eine darüber hinausgehende Weitergabe an Dritte findet nicht statt, es sei denn, dies ist aufgrund anwendbarer Datenschutzbestimmungen gerechtfertigt oder ist die pv magazine gesetzlich dazu verpflichtet.

Sie können diese Einwilligung jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. In diesem Fall werden Ihre personenbezogenen Daten unverzüglich gelöscht. Andernfalls werden Ihre Daten gelöscht, wenn das pv magazine Ihre Anfrage bearbeitet oder der Zweck der Datenspeicherung erfüllt ist.

Weitere Informationen zum Datenschutz finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.