Q-Cells trennt sich von Leiharbeitern

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Q-Cells SE hat sich wegen der rückläufigen Nachfrage nach Photovoltaik-Produkten im ersten Quartal von einem Großteil seiner Leiharbeiter getrennt. Betroffen seien 80 der 90 als Leiharbeiter Beschäftigten, bestätigte eine Q-Cells-Sprecherin der Mitteldeutschen Zeitung (Mittwochausgabe). Sie bedauerte die notwendigen Anpassungen. Sie sei allerdings notwendig, da am Standort Bitterfeld-Wolfen eine der zwei Produktionslinien nur noch teilweise arbeite. Im Q-Cells-Werk in Malaysia gebe es ebenfalls Anpassungen, sagte die Sprecherin weiter. Das Stammpersonal des Photovoltaik-Unternehmens, das etwa 2300 Beschäftigte umfasst, sei von den Maßnahmen aber nicht betroffen. Es sei auch keine Kurzarbeit geplant. Mit der gedrosselten Produktion will Q-Cells offensichtlich aber vermeiden, zu große Lagerbestände aufzubauen.
In der kommenden Woche will Q-Cells vorläufige Zahlen für das erste Quartal veröffentlichen. Vorstandschef Nedim Cem hatte bereits auf die schleppende Nachfrage nach Photovoltaik-Produkten hingewiesen. Sunways passte als eines der ersten Solarunternehmen bereits seine Erwartungen für das laufende Geschäftsjahr aus diesem Grund an. Q-Cells kämpft mit einem riesigen Schuldenberg, der noch aus dem Geschäftsjahr 2009 resultiert. Im vergangenen Jahr leitete das Photovoltaik-Unternehmen zahlreiche Restrukturierungs- und Kostensenkungsmaßnahmen ein. Diese führten schließlich auch dazu, dass Q-Cells wieder in die Gewinnzone zurückkehrte und zudem einen enormen Umsatzsprung auf 1,35 Milliarden Euro verzeichnen konnte. (Sandra Enkhardt)

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