Der Strom soll 15 Jahre lang aus einem 55-Megawatt-Solarpark in Thüringen geliefert werden, der 2025 ans Netz gehen soll. Lhyfe will so die Versorgung seiner zukünftigen Wasserstoff-Produktionsstätten in Deutschland mit erneuerbarem Strom sichern.
McKinsey-Analysten haben in der Studie „Zukunftspfad Stromversorgung“ ein Sparpotenzial von 20 Prozent beziehungsweise 150 Milliarden Euro bis 2035 errechnet. Das Szenario sieht vor allem einen viel geringeren Photovoltaik-Zubau vor.
Nach dem Heizungsgesetz steht die kommunale Wärmeplanung an. Am DIW Berlin ermittelte ein Team, was für Berlins Umrüstung von Erdgas auf emissionsfreie Wärme benötigt wird. Demnach braucht es vor allem einen zügigen Netzausbau und doppelt so viel Photovoltaik auf den Dächern wie bisher geplant. Andernfalls könnte Wasserstoff zur Wärmeversorgung erforderlich werden.
Bereits im Januar hatte die beiden Unternehmen in einer Absichtserklärung vereinbart, „die Erzeugung von grünem Wasserstoff für den mitteleuropäischen Markt zu erkunden“. Nun wollen sie gemeinsam ein konkretes Projekt in Spanien prüfen, das Strom unter anderem aus einem geplanten Gigawatt-Photovoltaik-Kraftwerk beziehen könnte.
Der Deutsche Bundestag hat das Energiewirtschaftsgesetz den EU-Vorgaben angepasst. Darin enthalten ist auch ein Beschluss, der den Startschuss zum Ausbau des Wasserstoffkernnetzes gibt. Drei Wochen nach Inkrafttreten des Gesetzes sollen die Fernleitungsbetreiber bereits in die Genehmigungsphase eintreten.
Das Umweltministerium des Landes Baden-Württemberg führte eine Befragung zu Wasserstoffbedarfen in der Industrie, dem Verkehr und der Energiewirtschaft durch. Die Ergebnisse zeigen, dass die Bedarfe gegenüber einer Umfrage von vor zwei Jahren deutlich gestiegen sind. Landesumweltministerin Thekla Walker sieht sich in ihrem Kurs bestätigt.
Wasserstoff für Lkw, Busse, Flugzeuge und grünem Ammoniak könne dem Land helfen, einige Sektoren zu dekarbonisieren. Mit Gelder KfW soll der Aufbau einer entsprechenden Industrie für solche Energieprodukte sozialverträglich sein. Mit dem Programm löst die Bank ein Versprechen der Bundesregierung gegenüber Südafrika ein.
Der „AEM Flex 120“ soll die Einführung von Wasserstoffprojekten in der Industrie- und Betankungsbranche beschleunigen. Die Produktionskapazität liegt bei rund 53 Kilogramm pro Tag.
Brasilien, Kolumbien und Australien stehen für die Belieferung Deutschlands mit grünem Ammoniak, Methanol und Kerosin ganz oben auf der Liste. Bei grünem Wasserstoff sind es Länder in Südeuropa oder Nordafrika.
In der Nähe von Unipers „Energy Transformation Hub“ in Huntorf soll ein 300-Megawatt-Solarpark entstehen, dessen Strom unter anderem zur Produktion und Speicherung von grünem Wasserstoff genutzt werden kann. Ein weiteres Photovoltaik-Projekt mit 17 Megawatt will das Unternehmen auf dem Gelände des Kohlekraftwerks Wilhelmshaven errichten.