Die Stadt Zittau erteilte nun die Baugenehmigung für die Testanlage, die bis Anfang kommenden Jahres entstehen soll. Es geht um die Entwicklung von kostengünstigen Elektrolyseuren für die Herstellung von grünem Wasserstoff, bei denen auch die Nebenprodukte Sauerstoff und Wärme wirtschaftlich genutzt werden.
Sechs Partner aus Industrie und Forschung entwickeln und erproben neue Technologien für eine autarke Energieerzeugung und -speicherung mittels grünem Wasserstoff. Durch eine direkte DC-Kopplung verschiedener Erzeuger und Speicher wie Photovoltaik-Anlagen, Batterien und Brennstoffzellen soll die Effizienz und Leistungsdichte des Gesamtsystems erhöht werden.
Eine von den drei Organisationen beauftragte Studie sieht den Kapazitätsmarkt, wie er auch in Deutschland geplant ist, als ungeeignet für einen Strommarkt mit hohem Anteil an Photovoltaik, Wind und anderen Erneuerbaren. Die Auftraggeber warnen vor „Kraftwerksförderprogrammen“ und einem „Förderwettlauf“ zwischen Erneuerbaren und Erdgas- beziehungsweise Wasserstoffkraftwerken.
Das Solarunternehmen aus Ulm, Esysteme21, hat sich eine 100 Prozent autarke Energieversorgung mit Photovoltaik, Wasserstoff und Batteriespeichern aufgebaut. Auf der The Smarter E stellte der Geschäftsführer das Konzept als Lösung für mittelständische Unternehmen vor.
Die im Verbundprojekt „Neo-PEC“ von drei Fraunhofer-Instituten entwickelte Technologie soll eine modulare, flexible Alternative zu großen Elektrolyseuren sein. Photovoltaik dient als zusätzliche Spannungsversorgung.
Ein marktbasierter, technologieoffener Kapazitätsmechanismus würde den Ausbau von mindestens zwölf Gigawatt an wasserstofffähigen Gaskraftwerken in Deutschland anstoßen. Auch andere Technologien wie Batterien oder flexible Lasten könnten profitieren. Zu diesem Ergebnis kommen Energiemarkt-Analysten von Aurora Energy Research in ihrer aktuellen Studie.
Die Zeit drängt, den Ausbaupfad für Elektrolyseure bis 2030 einzuhalten. Das Bundeskabinett verabschiedete nun einen Entwurf, demzufolge Elektrolyseure und Pipelines auf schnellere Verfahren und Genehmigungen hoffen dürfen. Umwelt- und Vergaberecht sollen angepasst werden.
Der erste Speicherzyklus des Testbetriebes seiner 500 Kubikmeter großen Wasserstoffkaverne im brandenburgischen Rüdersdorf ist erfolgreich abgeschlossen. EWE testet insgesamt drei unterschiedliche Ein- und Ausspeicherszenarien.
Im November legte die Bundesregierung einen Entwurf vor. Seitdem haben sich viele Verbände und Interessensgruppen zu Wort gemeldet und den Entwurf an einigen Stellen kritisiert. Das Finanzierungsmodell, bei dem staatliche Subventionen vermieden werden sollen, ohne Endverbraucher zu überlasten, bleibt mit kleineren Änderungen bestehen.
Photovoltaik-Anlage und Batteriespeicher allein reichen eventuell nicht, um eine klimaneutrale Versorgung einer kleinen Fabrik sicherzustellen. Forscher des Fraunhofer IWU haben daher ein Wasserstoffkraftwerk in die Energieversorgung ihrer Forschungsfabrik eingebunden. Die Anlage soll das Konzept unter Beweis stellen, und wichtige Erkenntnisse zur Auslegung und Betrieb solcher Anlagen liefern. Zudem sollen Schulungen angeboten werden.