In dem Praxistest greift der Netzbetreiber auf Windparks zu, die von Statkraft in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern vermarktet werden und die an dessen Übertragungsnetz oder an ein regionales Verteilnetz angeschlossen sind. Ziel ist es, verschiedene Abrufvarianten zu erproben.
Der Ökostromanbieter wird den Solarstrom in sein Portfolio integrieren, um damit Haushaltskunden zu beliefern. Den Anfang der Kooperation bildet ein langfristiger Stromabnahmevertrag für eine Photovoltaik-Freiflächenanlage mit 13 Megawatt in Nordbayern.
Der Strom soll aus förderfreien Photovoltaik-Anlagen und Post-EEG-Windparks geliefert werden. Die Reststrombelieferung stellt Statkraft mit seinen flexiblen Wasserkraftwerken sicher. Dabei soll die Gleichzeitigkeit von Verbrauch und Erzeugung gewahrt werden.
In Kürze sollen die 50 Megawatt Photovoltaik-Leistung ans Netz gebracht werden. Statkraft nimmt den dort erzeugten Solarstrom für zwölf Jahre ab. Der Versicherungskonzern Talanx kaufte das Kraftwerke, dass die Erweiterung des ersten Solarparks mit 174 Megawatt Leistung ist, den Baywa re ohne Förderung installierte.
Die Photovoltaik-Anlagen sollen im Frühjahr 2020 in Betrieb gehen. Statkraft hat die Abnahme von rund 600 Gigawattstunden Solarstrom aus den Anlagen zwischen Mai 2020 und Dezember 2031 zugesichert und will ihn zur Versorgung von Industrieunternehmen nutzen.
Das deutsche Photovoltaik-Unternehmen hat bereits mit dem Bau von „Don Rodrigo 2“ begonnen. Das Projekt hat 50 Megawatt Leistung und entsteht in der Nähe von Sevilla. Statkraft wird den dort erzeugten Strom zwölf Jahre lang abnehmen.
Das Schweizer Unternehmen Aventron wird den Solarstrom aus dem Photovoltaik-Kraftwerk mit etwa 50 Megawatt für die kommenden fünf Jahre an den norwegische Energieversorger verkaufen. Der Solarpark soll komplett ohne staatliche Förderung gebaut und betrieben werden.
Der norwegische Energieversorger plant, bis 2025 jährlich eine Milliarde Euro in erneuerbare Energien zu investieren. Ziel sind 2000 Megawatt Photovoltaik und 6000 Megawatt Wind.
Der Stromabnahmevertrag sichert den Weiterbetrieb von 31 Windenergieanlagen nach Ende der EEG-Förderung. Statkraft tritt dabei als Mittler auf. Auch Eigentümer von Solarparks könnten von solchen Geschäftsmodellen profitieren.
Batterien, Elektroautos, intelligente Laststeuerung und eine Kopplung zu nordischen Wasserkraftressourcen sind Grundlage für ein bezahlbares erneuerbares Energiesystem in Deutschland und Großbritannien. Zu diesem Schluss kommt eine Studie von Bloomberg NEF, Statkraft und Eaton.