Die Bundesnetzagentur erhielt Gebote für mehr als 2000 Megawatt in der Innovationsausschreibung, an der unter anderem Erneuerbaren-Anlagen mit Speichern teilnehmen können. Die Zuschlagswerte für die kombinierten Photovoltaik-Speicher-Projekte liegen zwischen 5,00 und 6,39 Cent pro Kilowattstunde.
Aktuell sind auf dem Kontinent etwa 50 Gigawattstunden Kapazität bei Batteriespeichern verfügbar. Bis 2030 müssen sie auf 500 bis 780 Gigawattstunden ausgebaut werden, so der Verband, der eine „Battery Storage Europe Platform“ ins Leben gerufen hat.
Die immer weiter steigende Zahl an negativen Stunden an der Strombörse schlägt sich mittlerweile direkt auf Betreiber neuer Photovoltaik-Anlagen nieder. Für dieses Jahr könnten sich die Ausfälle bei der EEG-Vergütung auf rund 250 Euro erhöhen und damit 40 Prozent der Jahreseinnahmen betreffen, so eine Hochrechnung von Sonnen.
Interview: Die vielen negativen Preisstunden an der Strombörse sind für neue Photovoltaik-Installationen in Deutschland, aber auch europaweit nicht gerade zuträglich. Doch mit dem wachsenden Zubau von Speichern und Hybridanlagen wird sich die Marktaktivität demnächst wieder beschleunigen, wie Frank Niendorf, Vice President bei Jinko Solar Europe, sagt. Er erklärt auch, warum eine Konsolidierung der Solarindustrie notwendig ist, und wie sich Jinko Solar auf die nächste Wachstumsphase vorbereitet.
Noch befindet sich das Speicher-Kraftwerk in der Prüfung durch die Bundeskartellamt. Realisieren wollen es Luxcara mit dem Schweizer Unternehmen BKW und der deutschen Stadtwerke-Kooperation Trianel.
Der Batteriespeicher, der Teil des Forschungsprojekts „SUREVIVE“ ist, wird sich den Netzanschluss mit einer 20 Megawatt Photovoltaik-Anlage teilen. Mit dem Speicher soll unter realen Bedingungen getestet werden, welche Aufgaben Batteriespeicher künftig für ein stabiles Stromnetz übernehmen können.
In der Nähe eines bestehenden Erdgasspeichers in Niedersachsen sollen zwei unterirdische Wasserstoff-Speicheranlagen entstehen. Die EU sagte dafür nun Fördergelder von bis zu 4,5 Millionen Euro für entsprechende Studien zu. Die erste Inbetriebnahme ist für 2032 avisiert.
Mit der neuen Partnerschaft sollen zunächst in Deutschland und Großbritannien Finanzierungen für Photovoltaik-Anlagen und Speicher bereitgestellt werden. Damit sollen mehr Unternehmen zu Investitionen motiviert werden.
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche gab auf dem BDEW-Kongress in Berlin einen kleinen Einblick, was sie sich unter einem „Realitätscheck für die Energiewende“ vorstellt. Dabei zeichnet sich ab, dass künftig der Ausbau von Photovoltaik und Windkraft weniger im Fokus der Energiepolitik stehen wird.
In Immenstadt hat das Unternehmen eine erste Referenzanlage nach diesem Konzept realisiert, die der Erprobung dient. Ziel von Green Flexibility ist es, die Wirtschaftlichkeit der Speicherprojekte zu sichern und gleichzeitig regionalen Netzerfordernissen gerecht zu werden.