Die Analysten zeigen auf, dass bei der Photovoltaik Spanien der mit Abstand attraktivste Markt für Projekte mit Stromabnahmeverträgen in Europa ist, doch auch in Deutschland sind im vergangenen Jahr PPA-Anlagen mit mehr als einem Gigawatt Gesamleistung angekündigt worden. In immer mehr europäischen Ländern haben die erneuerbaren Technologien bereits Marktparität erreicht.
Letztes Jahr hat der Steag-Kontern den Photovoltaik-EPC und O&M-Dienstleister Gildemeister Energy Solutions übernommen. André Kremer, Geschäftsführer der Steag Solar Energy Solutions (Steag Sens), die daraus hervor gegangen ist, spricht im Interview über die Erfahrung, wenn alte und neue Energiewelt zusammenwachsen.
Der Stromversorger aus Colorado, Tri State Generation and Transmission, wird den Solarstrom abnehmen. Insgesamt plant Juwi den Bau von vier Solarparks mit einer Gesamtleistung von 415 Megawatt bis Ende 2023.
In Kürze sollen die 50 Megawatt Photovoltaik-Leistung ans Netz gebracht werden. Statkraft nimmt den dort erzeugten Solarstrom für zwölf Jahre ab. Der Versicherungskonzern Talanx kaufte das Kraftwerke, dass die Erweiterung des ersten Solarparks mit 174 Megawatt Leistung ist, den Baywa re ohne Förderung installierte.
Die Strommarktanalysten des Berliner Unternehmens gehen davon aus, dass sich auch in den kommenden Jahren der Anstieg der Großhandelspreise fortsetzen wird. Zusätzlich haben sich die Preise für CO2-Zertifikate und fossile Brennstoffe erhöht, was die Investitionen in Photovoltaik-Anlagen begünstigt, die zunehmend auch außerhalb des EEG entstehen könnten.
Der US-Konzern erhält den Solarstrom von 149 Megawatt des Photovoltaik-Projekts. Den erzeugten Solarstrom aus den restlichen 50 Megawatt wird Encavis frei zu Marktpreisen veräußern.
Die Photovoltaik-Anlagen sollen im Frühjahr 2020 in Betrieb gehen. Statkraft hat die Abnahme von rund 600 Gigawattstunden Solarstrom aus den Anlagen zwischen Mai 2020 und Dezember 2031 zugesichert und will ihn zur Versorgung von Industrieunternehmen nutzen.
Die Pipeline des deutschen Projektentwicklers besteht aus Photovoltaik-Anlagen mit Land- und Netzanschlussgenehmigung in Apulien und der Basilicata. Einige der Projekte sind in der Provinz Brindisi geplant, wo es bereits mehrere Solarparks gibt, die auf starken Widerstand von lokalen Behörden und Bürgerinitiativen gestoßen sind.
Der Vertrag ist in enger Abstimmung mit Stromlieferanten und -abnehmern entstanden. Die Umweltbank hat hier mit der Rechtsanwältin Margarete von Oppen von der Kanzlei Arnecke Sibeth Dabelstein zusammengearbeitet. Der Mustervertrag soll das Marktsegment der förderfreien Direktlieferverträge voran bringen.
Der Solarstrom aus der Photovoltaik-Anlage mit 8,8 Megawatt wird über einen PPA von der Baywa re-Tochter Clens abgenommen. Die Umweltbank hat nun eine langfristige Finanzierung für das Projekt gewährt. Die Planungen für das kommende Jahr lassen Finanzierungen von PPA-Projekten mit mehr als 100 Megawatt in Deutschland erwarten.