Umweltbank präsentiert Muster-Stromliefervertrag für Solar-PPA-Projekte

Teilen

Die Umweltbank hat gemeinsam mit der Rechtsanwältin Margarete von Oppen von der Kanzlei Arnecke Sibeth Dabelstein einen Muster-Stromliefervertrag für Freiflächen-Photovoltaik-Projekte auf Basis von Power Purchase Agreements (PPA) entwickelt. Der Vertrag ist in engem Austausch mit Stromlieferanten und -abnehmern sowie anderen Marktakteuren entstanden.

Besonderen Wert haben die Partner auf einen strukturierten Aufbau des Stromliefervertrages gelegt. Das mache es möglich, sich einen schnellen Überblick über die wesentlichen Regelungsaspekte zu verschaffen. So eignet er sich als Muster und Leitfaden für die Vertragsprüfung, erklärt die Umweltbank. Zugleich sei der Entwurf aber flexibel genug, um individuelle Vereinbarungen hinsichtlich der Entgelte sowie der Rechte und Pflichten zu treffen. Mit dem Mustervertrag würden die Transaktionskosten von solaren PPA-Projekten erheblich gesenkt.

„Wir sind froh, dass wir den Mustervertrag trotz seiner komplexen Inhalte sehr übersichtlich gestalten konnten“, sagt Umweltbank-Vorstandsmitglied Goran Bašić. Kreditentscheidungen könne die Bank künftig auf Basis dieses Vertrags noch zügiger treffen, da umfangreiche Due-Diligence-Prozesse entfallen.

Im vergangenen Sommer hat die Umweltbank eine standardisierte Finanzierung für PPA-Photovoltaik-Projekte in Deutschland aufgelegt. Vor wenigen Tagen hat das Unternehmen bekannt gegeben, einen förderfreien Solarpark von Baywa re zu finanzieren. Die 8,8-Megawatt-Anlage „Barth 5“ ist in diesem Jahr westlich von Stralsund realisiert worden.