Nicht nur in Deutschland treibt die Sonne, die Photovoltaik-Anlagen zu Spitzenleistungen an. Auch bei den Eidgenossen sind deutliche Mehrerträge gegenüber dem langjährigen Durchschnitt zu verzeichnen.
Es hat 40 Jahre gedauert, bis die Grenze von 1000 Gigawatt installierte Solar- und Windkraftleistung durchbrochen wurde. Die nächsten 1000 Gigawatt sollen nach Angaben von Bloomberg New Energy Finance bereits bis 2023 folgen und auch nur noch etwa halb so viel kosten.
Wasserstoff für die chemische Industrie, für große Transportfahrzeuge und als Ersatz von Erdgas – es sind attraktive Anwendungsfelder für den ewigen „Energieträger der Zukunft“. Damit entstehen auch neue Vermarktungsmöglichkeiten für Solarstrom. Denn die Herstellung von grünem Wasserstoff braucht zwei Dinge: günstigen elektrischen Strom und Wasser.
Ein gemischtes Bild zeigt der neue Bericht von Bloomberg New Energy Finance zu den weltweiten Investitionen in erneuerbare Energien im ersten Halbjahr. Insgesamt blieben sie stabil – bei der Photovoltaik gingen sie jedoch zurück, was die gesunkenen Kapitalkosten für Projekte reflektiert sowie die Abkühlung des chinesischen Marktes.
Die griechische Energieregulierungsbehörde hat am Montag die Liste der erfolgreichen Photovoltaik- und Windkraft-Gebote bei der Erneuerbaren-Ausschreibung veröffentlicht. Das Gebot mit dem niedrigsten Zuschlagswert stammt von einem Photovoltaik-Projekt und lag bei 62,97 Euro pro Megawattstunde und stammt vom deutschen Unternehmen ABO Wind.
In einer Bundestagdebatte forderten Vertreter von SPD und Grünen den Bundeswirtschaftsminister erneut auf, endlich die versprochenen Sonderausschreibungen für Photovoltaik-Anlagen und Windparks an Land auf den Weg zu bringen. Altmaier wollte sich darauf aber nicht festnageln lassen und will sich lieber erst um die Netze kümmern.
Noch nie haben die Photovoltaik-Anlagen und Windparks soviel Strom eingespeist, wie im ersten Halbjahr. Nach Angaben des Bundesverbands Solarwirtschaft stieg die eingespeiste Solarstrommenge im ersten Halbjahr um acht Prozent. Die Auswertungen des Fraunhofer ISE kommen auf einen Anteil von 41,5 Prozent der Erneuerbaren bei der Nettostromerzeugung. Eon berichtet, dass die Erneuerbaren-Anlagen erstmals mehr als 100 Milliarden Kilowattstunden Ökostrom in einem Halbjahr produzierten.
Der zuständige Wirtschaftsausschuss hat den Vorschlag der Grünen abgelehnt, die jährlichen Ausschreibungsmengen für Photovoltaik und Windkraft an Land signifikant zu erhöhen. Die energiepolitische Sprecherin der Grünen bezeichnet es als „unvorstellbare Rückwärtsrolle“ der Union.
Blick in die Zukunft: Technologieschübe, Konflikte und eine chaotisch-reaktionäre Politik werden die Solarbranche in Deutschland prägen, sagt der erste Herausgeber des pv magazine, Karl-Heinz Remmers. Aus Anlass unseres zehnjährigen Jubiläums von pv magazine schaut er zehn Jahre in die Zukunft.
Die Analysten erwarten Investitionen von 2,2 Billionen US-Dollar in den Ausbau der Erzeugungskapazitäten weltweit für den Zeitraum 2017 bis 2021. Gut 600 Milliarden US-Dollar werden dabei in den globalen Photovoltaik-Ausbau fließen.