Der Schweizer Solarverband appelliert an die Regierung, eine Stromproduktion von 50 Terawattstunden im Jahr 2050 anzustreben, wovon 45 Terawattstunden aus Photovoltaik-Anlagen stammen. Auch Greenpeace fordert vom eidgenössischen Parlament einen Solar-Sprint sowie attraktive Rahmenbedingungen für Investitionen in Speichertechnologien.
Das Gemeinschaftsunternehmen der Steag-Tochter Sens und der LSG Group aus Österreich plant, in Griechenland insgesamt bis zu ein Gigawatt Photovoltaik-Leistung zu entwickeln. Bis 2030 will Griechenland zehn Gigawatt Solar- und Windenergie-Leistung zubauen.
Dem Deutsche Städte- und Gemeindebund zufolge bieten kommunale Liegenschaften ein riesiges Potenzial, um die Ausbauziele des Klimaschutzgesetzes zu erreichen. Ein Förderprogramm für Solardächer könne zudem die lokale Wirtschaft und das Handwerk stärken.
Einer Studie vom Ember zufolge erzielte die Photovoltaik in acht EU-Ländern Ertragsrekorde. In Deutschland trug sie im Juni und Juli 17 Prozent zum Strommix bei. Für das Erreichen der EU-Klimaziele muss die Zubaurate aber verdoppelt werden, so Ember.
Die Photovoltaik-Experten legen konkrete Vorschläge vor, mit denen die nächste Bundesregierung die installierte Leistung bis 2025 auf mehr als 100 Gigawatt steigern kann. Eine solche Initiative könne mehr als 100.000 Jobs schaffen.
Mit einem „Wattbewerb“ wollen Fridays for Future und andere Klimaschutz-Organisationen Kommunen animieren, den lokalen Photovoltaik-Ausbau voran zu treiben. Bislang wollen sich 40 Städte an der Aktion beteiligen.
Allein mit Photovoltaik-Dachanlagen wird die Alpenrepublik den benötigten Zubau bis 2030 nicht schaffen. Auf Basis einer Studie von Österreichs Energie fordert Photovoltaic Austria einen breiten Mix von Photovoltaik-Anlagen un dauch die Nutzung von Freiflächen.
Das Kohleausstiegsgesetz gefährdet die aktuellen Emissionsminderungsziele, zeigt eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) im Auftrag des BUND. Stattdessen müssen das Ende der Kohleverstromung und der Zubau bei Photovoltaik und Wind beschleunigt werden, wie die Berliner Forscher erklären.
Der Bundesverband Photovoltaic Austria sieht in den weiteren Photovoltaik-Ausbau nach dem Misstrauensvotum gegen den Regierungschef in Gefahr. Die Stromwende kann nach Auffassung des PVA nicht auf eine neue Regierung warten. Zudem droht ein Markteinbruch um 30 Prozent ab 2020, da verschiedene Förderprogramme in der Alpenrepublik auslaufen.
Die Pläne der Regierung in Wien für den weiteren Ausbau und die Energiewende sind groß – zumindest die Worte sind groß. An den Taten fehlt es noch, weshalb der Verband Photovoltaik Austria die Petition „Sonnenstromwende jetzt – Gut Ding braucht Eile“ gestartet hat.