Der Schweizer Photovoltaik-Anlagenbauer verzeichnet einen Nettoverlust von umgerechnet rund 38 Millionen Euro. Umsatz und Auftragseingang sind eingebrochen. Nun verlässt CEO Hans Brändle das Unternehmen. Am sächsischen Standort Hohenstein-Ernstthal kommt es zu Kurzarbeit.
Auf Basis von noch ungeprüften Eckdaten meldet der Schweizer Technologiekonzern für 2019 einen Auftragseingang von 188 Millionen Schweizer Franken und einen Nettoumsatz von 262 Millionen Schweizer Franken. Auch bereinigt um Veräußerungen und Währungseffekte bedeutet das für Meyer Burger einen deutlichen Rückgang des Geschäfts.
Der Wirkungsgrad der mit einem Standard-M2-Wafer hergestellten Zelle ist durch ein verbessertes busbarfreies Siebdruck-Metallisierungsverfahren um 0,7 Prozent gesteigert worden. Dieses Verfahren basiert auf Heterojunction-Prozessen, die mit Fertigungsanlagen des Schweizer Technologiekonzerns Meyer Burger entwickelt wurden. Das ISFH hat das Ergebnis nach Enel-Angaben bestätigt.
Der Schweizer Technologiekonzern will seine Herstellung in Deutschland ab Mitte 2020 im sächsischen Hohenstein-Ernstthal konzentrieren. Rund 60 Mitarbeiter sind von der Werksschließung betroffen, doch die Wafer-Inspektions-Produkte will Meyer Burger auch künftig anbieten.
Der Schweizer Photovoltaik-Anlagenbauer für Hocheffizienz-Technologien hat sein Software-Geschäft veräußert. Das österreichische Unternehmen S&T kaufte die Sparte für 14 Millionen Schweizer Franken in bar.
Da die Stadt Thun auf ihr Vorkaufsrecht verzichtet, kann der Helvetica Swiss Commercial Fund das Gebäude von Meyer Burger übernehmen. Der Schweizer Photovoltaik-Konzern arbeitet gerade an einem strategischen Turnaround.
Auf der außerordentlichen Generalversammlung folgte eine Mehrheit der Anteilseigner der Empfehlung der Unternehmensspitze des Schweizer Technologieunternehmens. Meyer Burger sieht in dem Votum auch eine klare Zustimmung für seine Neuausrichtung des Photovoltaik-Geschäfts.
Neuer Eigentümer des Software-Geschäfts ist die S&T AG. Das österreichische Unternehmen will für 14 Millionen Schweizer Franken alle Unternehmensbereiche und Beschäftigten von AIS übernehmen.
Es ist ein Teilauftrag, den die beiden Photovoltaik-Unternehmen im Zuge ihrer strategischen Kooperation vereinbarten. Er hat ein Volumen von 18 Millionen Schweizer Franken. Noch mehr Geld erhielt Meyer Burger durch den nun erfolgten Verkauf ihres Firmengebäudes an einen Schweizer Fonds.
Sentis Capital hat mit einem Schreiben auf die Stimmempfehlung des Verwaltungsrats der Meyer Burger Technology AG reagiert. Darin nimmt Sentis zu den Argumenten des Verwaltungsrates Stellung und bekräftigt die Forderung nach einem eigenen Vertreter.