Ein neuer Anbieter für Mieterstrom-Contracting hat den Markt betreten. Der Anbieter gibt an, durch eine spezielle Software Verbräuche und Produktion prognostizieren zu können und Mieterstrom-Anlagen in sein virtuelles Kraftwerk einzubinden. Daraus sollen sich finanzielle Vorteile für die Nutzer ergeben.
Das neue Limit gilt für den insgesamt produzierten und verbrauchten Strom von Haushalten, die eine Photovoltaik-Anlage und das Energiemanagement-System Heartbeat AI des Unternehmens inklusive dynamischem Tarif nutzen. Das abgedeckte Volumen erhöht sich auf 10.000 Kilowattstunden pro Jahr.
Das Unternehmen hat mehr als 45 Millionen Euro Kapital eingesammelt, um in der DACH-Region und weiteren europäischen Ländern Großspeicher mit KI-unterstützten Optimierungsplattformen zu bauen. Zu den geplanten Projekten gehört auch ein Zehn-Megawatt-Batteriepark im Saarland.
Die hauseigene FEMS App richtet sich an Verwender von Fenecon-Stromspeichern und kann dynamische Stromtarife aller Anbieter integrieren. Einen entsprechenden Feldtest hat die KI-gestützte Anwendung jetzt erfolgreich bestanden.
Sigenergy ist seit 2023 in Deutschland aktiv und hat als eines der ersten Unternehmen eine bidirektionale DC-Wallbox vorgestellt, die in ein Photovoltaik-Speichersystem integriert ist. Mitgründer und CTO Samuel Zhang spricht über die Expansion in den Gewerbemarkt, die Integration von KI in ihre Systeme und die Zukunft der Vehicle-to-Grid-Technologie. Nach eigener Aussage wird das Unternehmen, dessen Gründer aus dem Umfeld von Huawei kommen, inzwischen mit 600 Millionen Euro bewertet.
Mit dem Aufkommen dynamischer Stromtarife könnte eine neue Art der Betriebsführung für Photovoltaik-Heimspeicher entstehen. Fallen die Börsenstrompreise ins Negative, kann der Speicher günstig geladen und somit der Strombezug zu Hochpreisphasen vermieden werden.
Der Hersteller von Speichern für Photovoltaik-Balkonanlagen kann ohne zusätzliche Messtechniken die Hauslasten erfassen und entsprechend die Versorgung dieser Lasten steuern. So soll vermieden werden, dass der erzeugte Solarstrom aus den Stecker-Solar-Geräten ins Netz eingespeist wird. Das System wurde nun mit Hilfe von maschinellen Lernen verbessert. Außerdem kann der Speicher jetzt auch dynamische Stromtarife berücksichtigen.
Das selbstlernende System wird mit einem flexiblen Stromtarif und einem Tarif für Direktvermarktung angeboten. Dies soll für Betreiber von Photovoltaik-Anlagen ab ungefähr fünf Kilowatt Leistung eine Kombination aus Energiemanagement, einem dynamischen Bezugstarif und dem Zugang zur Strombörse bieten.
Mit dem Aufkommen von dynamischen Stromtarifen ändert sich das Marktumfeld für Stromanbieter. Diese werden ihre Berechnungsgrundlagen für einen strategisch klugen Stromeinkauf ändern müssen. Wissenschaftler des Fraunhofer IOSB-AST programmierten für die Stadtwerke Erfurt eine künstliche Intelligenz, die dabei helfen soll, die Strombedarfe im Umfeld von dynamischen Stromtarifen korrekt vorherzusagen.
Batteriehersteller Varta will ein Batteriemanagement mit Hilfe von künstlicher Intelligenz entwickeln. Dafür hat er sich mit anderen Partnern im Forschungsprojekt „Longer“ zusammengeschlossen, darunter das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE.