Der Energiekonzern will das Geld ausschließlich in Photovoltaik- und Windprojekte investieren und dieses Portfolio bis Ende 2022 auf 13 Gigawatt ausbauen. Dem DIW Berlin zufolge haben Firmenbonds inzwischen den Großteil des Marktes für grüne Anleihen erobert.
Nach Ansicht der Berliner Forscher müssen bis 2030 die CO2-Emissionen um 65 Prozent gegenüber 1990 gesenkt werden. Das Energiesystem in Europa sollte bis 2040 auf 100 Prozent erneuerbare Energien umgestellt werden. Die notwendigen Investitionen sind hoch, aber sie rechnen sich.
Die Berliner Forscher begrüßen grundsätzlich die Nachbesserungen beim Klimapaket. Sie seien aber nicht ausreichend, um die Klimaziele 2030 in den Sektoren Verkehr und Gebäude zu erreichen.
Beim „Bundesländervergleich Erneuerbare Energien“ von AEE, DIW Berlin und ZSW schneiden Schleswig-Holstein und Baden-Württemberg im Gesamtranking besonders gut ab. Bei der Nutzung des Photovoltaik-Potenzials liegen Bayern und Sachsen-Anhalt vorn.
Die von Greenpeace in Auftrag gegebene Studie zeigt, dass das Klimaschutzprogramm 2030 nur geringe Wirkung zeigt. Der Studie zufolge müssen jährlich 4,3 Gigawatt Photovoltaik-Leistung zugebaut werden, um bis 2030 wie vorgesehen 65 Prozent erneuerbare Energien im Strommix zu erreichen.
Die Berliner Forscher haben mittels eines betriebswirtschaftlichen Investitionsmodells die Rentabilität von Atomkraftwerken untersucht. Das Ergebnis: Sie sind marktwirtschaftlich nicht wettbewerbsfähig zu betreiben, sondern produzieren Milliarden-Verluste. Außerdem moniert das DIW Berlin, dass Atomenergie gern unter sauberen Energiequellen subsummiert wird.
Knapp 20 Jahre nach der Einführung der ökologischen Steuerreform stellen die Berliner Forscher fest, dass sie sich finanz- und sozialpolitisch gelohnt hat. Die beabsichtigte Lenkungswirkung bei der Umweltpolitik blieb aus. Das DIW Berlin fordert daher eine neuerliche Steuerreform, die eine angemessene CO2-Bepreisung und eine Entlastung einkommensschwacher Haushalte bewirkt.