Die Versicherungswirtschaft arbeitet an schärferen Anforderungen für gewerbliche Photovoltaik-Dachanlagen. Auf der 6. Photovoltaik und Sicherheitstagung war das Anlass für kontroverse Diskussionen.
Für Neuanlagen dieser Leistungsklasse hat die Bundesregierung die Regelung bereits abgeschafft. Bei Bestandsanlagen können die Betreiber die 70-Prozent-Abregelung mit einem Smart Meter umgehen.
Ralf Haselhuhn hält die Beteiligung der Fachöffentlichkeit bei der Erstellung von Normen weiterhin für unzureichend. Notfalls will die DGS bis ins Berufungsverfahren gehen und behält sich rechtliche Schritte vor. Wie relevant das für die Energiewende ist, sieht man zum Beispiel bei der Diskussion um das Anlagenzertifikat, dessen Umsetzung viele Photovoltaik-Betreiber kritisieren.
Mit einem Offenen Brief hat der Bundesverband gefordert, die Photovoltaik-Ausbauziele auf mindestens 200 Gigawatt bis 2030 anzuheben – und zwar noch vor der parlamentarischen Sommerpause. Eine von 10.000 Menschen unterzeichnete Petition mit dem Titel „Solaroffensive statt Schneckentempo in Bayern“ haben zudem mehrere Verbände an die Staatskanzlei übergeben.
Die Arbeitsteilung sieht vor, dass die Energieberatung der Verbraucherzentrale die Anfragen der Endkunden beantwortet. Die DGS schult im Gegenzug die Verbraucherschützer im Bereich der Photovoltaik-Balkonmodule.
Derzeit arbeiten die zuständigen Ministerien an einer Verordnung, die eine Pflicht zur Installation einer Photovoltaik-Anlage auf Neubauten vorsieht. Solar- und Umweltverbände fordern, dass das Gesetzesvorhaben noch in diesem Jahr abgeschlossen werden muss und die Photovoltaik-Pflicht so bereits ab dem kommenden Jahr für gewerbliche Neubauten und im Jahr danach für private Eigenheime gelten kann.
Die Verbände und Unternehmen aus dem Erneuerbaren-Bereich sehen noch deutlichen Nachbesserungsbedarf durch das Bundeswirtschaftsministerium. Der Bundesverband Solarwirtschaft moniert vor allem die Ausweitung der Ausschreibungspflicht für Photovoltaik-Dachanlagen und die überzogenen Smart-Meter-Pflichten.
Mehr als 377,6 Megawatt an Photovoltaik-Anlagen sind in dem Monat bei der Bundesnetzagentur neu gemeldet worden. Der Brutto-Zubau stieg damit in diesem Jahr auf bislang 3344 Megawatt. Die Solarförderung sinkt im Dezember um ein weiteres Prozent und der 52-Gigawatt-Deckel rückt immer näher. Die festen Einspeisetarife liegen erstmals für alle Anlagen unter der Marke von 10 Cent pro Kilowattstunde.
Sind Photovoltaik-Balkonmodule nun erlaubt oder nicht, oder machen die bürokratischen Hürden ihre Nutzung nach wie vor praktisch unmöglich? Während die Anbieter in den letzten Monaten fast schon euphorisch weitere Durchbrüche feiern und sich einige Medien davon anstecken lassen, gibt es doch noch einige Baustellen. Thomas Seltmann, Referent Photovoltaik der Verbraucherzentrale NRW, wirft ein Schlaglicht auf die aktuelle Entwicklung.
Die neue Anlaufstelle wird von der Senatswirtschaftsverwaltung finanziert und von der Deutschen Gesellschaft für Solarenergie betrieben. Sie soll die Berliner in Sachen Photovoltaik beraten. Bei den Schulneubauten könnten nun doch Photovoltaik-Anlagen installiert werden.