Im ersten Halbjahr sind in dem Land 24,4 Gigawatt Photovoltaik zugebaut worden – im Vergleich zum Vorjahreszeitraum eine Steigerung nochmals knapp zehn Prozent. Mehr als zwei Drittel der neu installierten Leistung entfällt auf Photovoltaik-Freiflächenanlagen. Allein im Juni sollen AECEA zufolge 13,5 Gigawatt zubaut worden sein.
Die chinesischen Photovoltaik-Hersteller haben mehrfach gegen die Vereinbarung zu Mindestimportpreisen bei der Einfuhr ihrer Solarmodule in die EU verstoßen. Topray Solar und BLD Solar konnten die Vorwürfe im Zuge der Brüsseler Ermittlungen nicht entkräften.
Das offizielle Zubauziel der Regierung in Peking liegt für das Ende des Jahrzehnts noch immer bei 105 Gigawatt. In der Realität werden 2020 in China wohl schon Photovoltaik-Anlagen mit etwa 200 Gigawatt installiert sein.
Vorläufige Daten einer unabhängigen Analyse deuten auf ein starkes zweites Quartal in China hin – mit einem Photovoltaik-Zubau von etwa 18 Gigawatt. Für das Gesamtjahr könnte die neu installierte Leistung zwischen 35 und 40 Gigawatt liegen, schätzt Solaranalystin Corrine Lin.
Billige Solarmodule aus China drohen die indischen Produzenten vom heimischen Markt zu drängen. Die Photovoltaik-Hersteller haben nun mit dem Ministerium für Erneuerbare Energien erneut eine Petition beim Handelsministerium eingereicht, um Importzölle auf Produkte aus China, Malaysia und Taiwan zu verhängen.
Den Besuch von Chinas Premierminister Li Keqiang in Berlin nimmt EU Prosun zum Anlass, die Einhaltung von Handelsregeln anzumahnen und vor dem Verlust von Arbeitsplätzen in Deutschland zu warnen. Greenpeace fordert derweil, dass sich die EU und China an die Spitze der Klimabewegung setzen.
Bei rund 80 Gigawatt soll 2017 die globale Photovoltaik-Nachfrage liegen. Diese Zahl veröffentlichten unter anderem der Bundesverband Solarwirtschaft und die PV Market Alliance.
In einem Interview mit dem „Spiegel“ erklärt Asbeck, was nach seiner Meinung den größten deutschen Photovoltaik-Hersteller in die Zahlungsunfähigkeit getrieben hat. Er sieht die Gründe vor allem in den Überkapazitäten und Staatskrediten der chinesischen Konkurrenten, mit denen Solarworld auf Dauer nicht mithalten konnte.
In einem Joint-Venture mit den chinesischen Partnern Shanghai Electric Group und Shenhua Group will die Manz AG die Weiterentwicklung der CIGS-Technologie beschleunigen: NICE PV Research hat bereits die Arbeit aufgenommen.
Die kumulierte Photovoltaik-Leistung in dem Land stieg damit auf knapp 85 Gigawatt und liegt damit mehr als doppelt so hoch wie in Deutschland. Allerdings gibt es weiterhin erhebliche Anschlussprobleme in einigen Provinzen.