China überschreitet Marke von 100 Gigawatt installierter Photovoltaik-Leistung

Chinas nationale Energiebehörde NEA hat am Freitagabend noch offizielle Photovoltaik-Zubauzahlen für das erste Halbjahr 2017 veröffentlicht. Demnach sind 24,4 Gigawatt Photovoltaik-Leistung neu installiert worden, wie die Asia Europe Clean Energy (Solar) Advisory Co. Ltd. (AECEA) berichtet. Davon entfielen 17,29 Gigawatt auf Freiflächenanlagen und 7,11 Gigawatt auf sogenannte distributed Photovoltaik-Anlagen. Mehr als die Hälfte des Photovoltaik-Zubaus im ersten Halbjahr sei dabei im Juni erfolgt mit 13,5 Gigawatt. Insgesamt verfügte China bis zur Jahresmitte über eine insgesamt installierte Photovoltaik-Leistung von 101,82 Gigawatt, die etwa 51,8 Milliarden Kilowattstunden Solarstrom erzeugte, wie es weiter hieß. Allerdings gebe es in den Provinzen Xinjiang und Gansu weiterhin große Probleme beim Netzanschluss von Photovoltaik-Anlagen. Landesweit habe sich diese auf 37 Milliarden Kilowattstunden reduziert, ein Rückgang um 4,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr, berichtet AECEA.

Trotz der Kürzung der Solarförderung zur Jahresmitte sei zu erwarten, dass der Photovoltaik-Rekordzubau von 34,54 Gigawatt aus dem Vorjahr noch übertroffen werde. Die Einspeisetarife sanken zum Juli AECEA zufolge um 13 bis 19 Prozent. Diese im Dezember 2016 angekündigten Kürzungen seien der Haupttreiber für den immensen Zubau im ersten Halbjahr gewesen. Für die Zukunft sei zu erwarten, dass die kleineren Photovoltaik-Projekte weiter zulegen. Im ersten Halbjahr lag ihr Anteil am Photovoltaik-Gesamtzubau bei etwa 30 Prozent.

Insgesamt zeigt sich AECEA überrascht von der Politik, die den Photovoltaik-Zubau weitgehend zugesteuert bislang zulasse. Dies sei vor allem der Fall, da NEA bislang die jährlichen Installationsziele nicht an den realen Zubau angepasst habe.