Die hohe Einspeisung aus Windkraft und Photovoltaik-Anlagen sorgte zu Jahresbeginn auch für viele Stunden mit negativen Strompreisen. Der durchschnittliche Spotmarktpreis an der Börse stiegt gegenüber dem Januar dennoch leicht an.
Der zusätzliche Finanzierungsbedarf liegt nach Einschätzung des energiepolitischen Sprechers der FDP-Bundestagsfraktion Michael Kruse bei 17 Milliarden Euro – gut doppelt so viel wie die Annahme der Übertragungsnetzbetreiber. Diese setzen den Börsenpreis zu hoch an, kritisiert Kruse.
Die Veröffentlichung der Übertragungsnetzbetreiber zeigt, dass im vergangenen Jahr die Ausgaben rund um die EEG-geförderten Anlagen bei mehr als 18,7 Milliarden Euro lagen. Die Einnahmen summierten sich dagegen auf magere 4,57 Milliarden Euro. Ein wesentlicher Grund dafür sind die deutlich gesunkenen Börsenstrompreise.
Im Oktober ging sowohl der durchschnittliche Börsenstrompreis zurück. Auch die Marktwerte für Wind an Land und auf See gaben nach.
Auch der durchschnittliche Spotmarktpreis an der Strombörse näherte sich im vergangenen Monat wieder den 10 Cent pro Kilowattstunde. Dennoch gab es auch wieder Phasen mit negativen Strompreisen.
Im Mai lag der Anteil der Photovoltaik an der öffentlichen Nettostromerzeugung leicht vor der Windkraft an Land und auf See. Der durchschnittliche Spotmarktpreis und die Marktwerte für Solarstrom aus Photovoltaik-Anlagen sowie Windstrom sanken wieder in einen einstelligen Bereich. Zudem gab es mehrere Phasen mit negativen Strompreisen.
Auch der Spotmarktpreis sank im vergangenen Monat, während die Marktwerte für Wind an Land und auf See leicht zulegten.
In der ersten Mai-Woche trugen die in Deutschland installierten Photovoltaik-Anlagen am stärksten zur Nettostromerzeugung bei. Insgesamt speisten sie 1744,46 Gigawattstunden Solarstrom ins Netz ein und hatten damit einen Anteil von 23,6 Prozent, wie die Zahlen von Energy-Charts des Fraunhofer ISE zeigen.
Gegenüber den beiden Vormonaten haben sich die Preise an den Strombörsen zum Jahresende wieder deutlich erhöht. Allerdings in Richtung Jahreswechsel sorgte kräftiger Wind auch für Phasen mit negativen Strompreisen.
Der durchschnittliche Erlös für Photovoltaik-Betreiber an der Strombörse stieg um knapp 2,5 Cent pro Kilowattstunde. Zeiten mit negativen Strompreisen gab es im November nicht.