Nach den vorläufigen Berechnungen der AG Energiebilanzen ist der Energieverbrauch aufgrund hoher Preise und schwächelnder Konjunktur deutlich zurückgegangen. Der Beitrag der Erneuerbaren blieb im ersten Halbjahr stabil – verglichen mit dem Vorjahreszeitraum.
Der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen zufolge wurden 69 Prozent des deutschen Energiebedarfs durch Importe gedeckt. Die Erneuerbaren hatten 2022 an der Energiegewinnung im Inland einen Anteil von fast 56 Prozent.
Die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen erwartet, dass der Energieverbrauch in Deutschland 2022 etwa 2,7 Prozent niedriger ausfallen wird als im Vorjahr. Der Erdgasverbrauch beispielsweise sei in den ersten neun Monaten um gut zwölf Prozent gesunken.
Nach vorläufigen Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen ist der inländische Primärenergieverbrauch um 3,5 Prozent gesunken. Neben Braun- und Steinkohle stieg auch der Beitrag von Windkraft und Photovoltaik im ersten Halbjahr.
Die Anlayse des Primärenergiebedarfs für das Jahr 2021 zeigt, dass der Anteil der Erneuerbaren auf 16,1 Prozent gesunken ist. Das Gründe dafür liegen beim Wetter, aber auch an der wirtschaftlichen Erholung.
In den ersten neun Monaten dieses Jahres lieferten die Erneuerbaren zwei Prozent weniger Energie, so die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen. Die Photovoltaik blieb annähernd stabil. Die energiebedingten CO2-Emissionen steigen 2021 um vier Prozent.
Der Primärenergieverbrauch lag aufgrund der Corona-Lockerungen und der Witterungsbedingungen deutlich über dem Vorjahresniveau. Davon profitierten vor allem die Betreiber fossiler Kraftwerke. Der Anteil der Erneuerbaren am gesamten Energiemix ging gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 17,7 auf 16,8 Prozent zurück. Der BEE fordert daher einen forcierten Ausbau von Photovoltaik, Windkraft & Co.
Der Primärenergieverbrauch ist im ersten Quartal gesunken – immer noch eine Folge der Corona-Pandemie. Wegen der kühlen und windarmen Witterung stieg jedoch die Nutzung fossiler Energieträger.
Wie bereits im ersten Quartal waren die erneuerbaren Energien auch im gesamten ersten Halbjahr 2020 der einzige Energieträger in Deutschland, dessen Verbrauch zugenommen hat. Im fossilen Bereich sank vor allem der Verbrauch von Kohlen.
Der gesamte Primärenergieverbrauch in Deutschland ist im ersten Quartal auf 3457 Petajoule gesunken. Mit Ausnahme der Erneuerbaren waren alle Energieträger von der rückläufigen Verbrauchsentwicklung betroffen.