Stark steigende Preise lassen Energieverbrauch sinken

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Im ersten Halbjahr 2022 verzeichnete die Arbeitsgemeinschaft (AG) Energiebilanzen einen Rückgang des Energieverbrauchs um 3,5 Prozent. Er habe nach den vorläufigen Berechnungen bei 5950 Petajoule gelegen. Hauptgründe für den deutlichen Rückgang seien ein sich spürbar abschwächendes Wirtschaftswachstum, die milde Witterung sowie deutliche Energieeinsparungen vor dem Hintergrund kräftig steigender Preise gewesen, so die AG Energiebilanzen am Dienstag. Gerade mit Blick auf die hohen Energiepreise sei nicht nur kurzfristig von Energieeinsparungen auszugehen. Investitionen in die Senkung des Energieverbrauchs würden sich langfristig auszahlen.

Der Beitrag der Erneuerbaren zum Primärenergiebedarf stieg im ersten Halbjahr um 4,7 Prozent, wie die AG Energiebilanzen weiter mitteilte. Die außergewöhnlich guten Windverhältnisse im September hätten den Beitrag der Windkraft um 18 Prozent wachsen lassen. Die Solarenergie habe sogar um 20 Prozent zulegen können.

Doch auch Braun- und Steinkohleverstromung stiegen deutlich an, gerade weil zwischen März und Juni weniger Windstrom ins Netz gespeist wurde. Außerdem ersetzten die Kohlekraftwerke teilweise die Ende 2021 vom Netz gegangenen AKW. Deren Beitrag habe sich um ersten Halbjahr infolge der Abschaltungen der 3 AKW zum Jahresende um gut die Hälfte verringert. Beim Gas wiederum machte sich das deutlich höhere Preisniveau bemerkbar. Der Erdgasverbrauch habe sich so im ersten Halbjahr um fast 15 Prozent vermindert. Neben den hohen Gaspreisen trug auch die milde Witterung dazu bei.

Nach Angaben der AG Energiebilanzen haben die energiebedingten CO2-Emissionen nach den vorläufigen Berechnungen im ersten Halbjahr um rund ein Prozent zugenommen. Dieser Effekt sei vor allem dem stärkeren Einsatz von Braun- und Steinkohlekraftwerken zur Stromerzeugung geschuldet.

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