… so endete kürzlich eine E-Mail, die ich von einem guten Bekannten aus der PV-Branche – mit über 30 Jahren Photovoltaikerfahrung selbst einer der Pioniere – zugesendet bekam. Es ging um einen Austausch über die aktuelle Marktentwicklung und den heftigen Preisverfall der letzten Wochen und Monate. Seine Vorgesetzten und Arbeitskollegen bei einem der großen deutschen Energiekonzerne […]
Der chinesische Photovoltaik-Hersteller wird sich als Konsequenz aus dem Zusammenschluss von der Börse zurückziehen. Der Privatisierungsprozess dauerte bei JA Solar über drei Jahre.
In den vergangenen Wochen gab es nur eine Richtung für die Preise – nach unten. Nach Analysen der chinesischen Plattform PV Info Link könnte bei Polysilizium, Wafern und Zellen der Boden bereits erreicht sein – denn hier stagnieren oder steigen die Durchschnittspreise in den vergangenen Tagen wieder leicht. Auch Energytrend sieht, dass Angebot und Nachfrage auf den meisten Photovoltaik-Wertschöpfungsstufen wieder eine Balance erreicht haben.
Auf einer Gläubigerversammlung sind wichtige Entscheidungen für die Zukunft des Photovoltaik-Herstellers getroffen worden. Die Gläubiger stimmten für den Entschluss, den defizitären Geschäftsbetrieb Ende September einzustellen, sofern sich kein Investor findet.
Derzeit läuft bei der EU ein neues Anti-Dumping-Verfahren gegen Solarglas-Hersteller aus Malaysia. Für Importe von chinesischem Solarglas gelten bereits seit 2014 hohe Anti-Subventions- und Anti-Dumpingzölle. Die europäischen Modulhersteller fürchten weitere massive Wettbewerbsnachteile und die Gefahr eines Monopols für Interfloat in Europa.
Im Zuge der jüngsten Eskalation des Handelskriegs könnten Wechselrichter das nächste Opfer werden.
Der chinesische Batteriehersteller will in Erfurt eine Fabrik mit 14 Gigawattstunden Jahreskapazität aufbauen. Die dort gefertigten Batteriezellen sind vor allem für europäische Autobauer bestimmt. Thüringen begrüßte die Investition, mit der rund 600 Arbeitsplätze in dem Freistaat entstehen sollen. BMW vereinbarte zudem mit CATL eine langfristige Kooperation mit einem Volumen von vier Milliarden Euro.
Ein gemischtes Bild zeigt der neue Bericht von Bloomberg New Energy Finance zu den weltweiten Investitionen in erneuerbare Energien im ersten Halbjahr. Insgesamt blieben sie stabil – bei der Photovoltaik gingen sie jedoch zurück, was die gesunkenen Kapitalkosten für Projekte reflektiert sowie die Abkühlung des chinesischen Marktes.
Analyse: Die unabhängige Energieanalystin Corrine Lin befasst sich mit den Auswirkungen der jüngsten politischen Entscheidung zur Photovoltaik-Politik in China. Sie betrachtet dabei die sinkenden Auslastungsraten bei den Photovoltaik-Herstellern und das weitreichende Überangebot sowie Aufrüstungen von Produktionsanlagen. Sie erwartet, dass sich die Solarindustrie 2019 wieder erholen wird.
Die TS Group GmbH übernimmt den gesamten Geschäftsbetrieb des insolventen Photovoltaik-Herstellers. Alle 130 Mitarbeiter werden weiter beschäftigt. Die Produktion der Cadmiumtellurid-Dünnschichtmodule am Standort Bitterfeld-Wolfen soll fortgesetzt werden.