Der Photovoltaik-Hersteller hat nach der Zustimmung seiner Gläubiger nun auch den Segen seiner Aktionäre, um die geplante Restrukturierung umzusetzen.
Der kalifornische Photovoltaik will über eine neue Wandelschuldverschreibung 300 Millionen US-Dollar generieren. Der Hauptaktionär, die US-Tochter des Konzerns Total, will Anteile für 200 Millionen US-Dollar erwerben.
[Update] Die Abstimmung der Inhaber einer Wandelschuldanleihe von Solarworld ist zunächst mangels Präsenz gescheitert. Der Bonner Photovoltaik-Konzern muss nun weiter um die Restrukturierung seiner Schulden bangen. In den kommenden drei Monaten sollen die Gespräche mit Gläubigern und Banken abgeschlossen sein.
Die Regierung in Washington erwägt nach einem Agenturbericht die Importzölle auf kristalline Photovoltaik-Produkte aus China einzufrieren. Außerdem wollen die USA zwischen Europa und China vermitteln, um den drohenden Handelskrieg zu vermeiden.
Die Bundesregierung will die Mittel für anwendungsnahe Forschungsprojekte in der Photovoltaik nochmals aufstocken. Bis Ende August können sich Verbundteams aus Forschung und Industrie mit ihren Ideen bewerben.
In der Europäischen Union bahnt sich ein neuer Streit um die Energie- und Klimapolitik an. Offenbar soll auf dem Gipfel am Mittwoch ein Beschluss gefasst werden, dass die Hilfen für erneuerbare Energien künftig kostenorientiert erfolgen sollen. Dabei zeigt sich, dass die Erneuerbaren den Börsenstrompreis für die Industrie in den vergangenen Jahren gesenkt und nicht, wie in einem Papier behauptet, massiv gesteigert haben.
Am 11. Juli will der Photovoltaik-Konzern seine Aktionäre über die Restrukturierung seiner Finanzverbindlichkeiten abstimmen lassen. Zuvor müssen noch die Gläubiger überzeugt werden.
Nach dem Scheitern im ersten Versuch stimmte nun eine große Mehrheit der Inhaber einer Schuldverschreibung dem vorgeschlagenen Konzept zu. Der Photovoltaik-Hersteller plant einen radikalen Kapital- und Schuldenschnitt, um seine Finanzverbindlichkeiten zu verkleinern. Auf der Hauptversammlung müssen am Mittwoch nun auch noch die Aktionäre zustimmen.
Die Verbände BDI und BGA haben vor dem Verlust tausender Arbeitsplätze in Deutschland gewarnt, sollte die EU-Kommission eingeführte chinesische Photovoltaik-Produkte mit Zöllen belegen. Bundeskanzlerin Merkel wird das Thema auch mit dem chinesischen Ministerpräsidenten erörtern. Die Bundesregierung will in jedem Fall die Verhängung von Importzöllen noch verhindern.
In der Aktuellen Stunde des Bundestags lieferten sich Umweltminister Peter Altmaier und Grünen-Politiker einen Schlagabtausch zur Solarförderung. Nach Ansicht der Grünen ignoriert Altmaier den Niedergang der Photovoltaik-Industrie in Deutschland komplett. Der CDU-Wirtschaftsflügel nutzte die Debatte dagegen zur Generalabrechnung mit der Photovoltaik-Industrie in Deutschland.