Entscheidung bei Solarworld naht

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Die Solarworld AG hat seine Aktionäre am 11. Juli zu einer außerordentlichen Hauptversammlung nach Bonn eingeladen. Dies war nach der Anzeige des Vorstands über den Verlust der Hälfte des Grundkapitals notwendig geworden. Zuvor müssen allerdings die Gläubiger einen gemeinsamen Vertreter wählen und über die umfassende Restrukturierung der Schulden des Photovoltaik-Herstellers entscheiden. Solarworld hat seine Anleihegläubiger für Mittwoch und Donnerstag zu separaten Veranstaltungen geladen. Allerdings ist ähnlich wie bei Centrosolar zu erwarten, dass angesichts eines Quorums von 50 Prozent der ausstehenden Anleihen die ersten Versammlungen nicht beschlussfähig sein werden. Dann wird Solarworld zu einer zweiten Gläubigerversammlung laden.

Ende April hatte der Bonner Photovoltaik-Konzern eine vorläufige Einigung mit seinen Gläubigern über Eckpunkte einer Restrukturierung der Finanzverbindlichkeiten verkündet. Es sei ein Schuldenschnitt geplant, der die langfristigen Verbindlichkeiten von Solarworld um etwa 60 Prozent verringere. Danach solle es eine Kapitalherabsetzung um rund 95 Prozent geben mit einer verbundenen Kapitalerhöhung. Dabei ist nach Solarworld-Angaben geplant, die existierenden Finanzverbindlichkeiten durch Umwandlung in Eigenkapital abzulösen – ein sogenannter Debt-to-Equity-Swap. Die Alteigentümer würden damit nahezu ihren kompletten Besitz verlieren. (Sandra Enkhardt)

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