Der Bonner Photovoltaik-Konzern hat für die Inhaber der Wandelschuldverschreibungen zwei Gläubigerversammlungen einberufen. Nun gibt es einen Vorschlag für einen Kandidaten, der beide Gläubigergruppen vertreten soll. Er ist Gegenkandidat zu den von Solarworld vorgeschlagenen Vertretern. Die Entscheidung wird in der kommenden Woche fallen.
Der Photovoltaik-Wechselrichter musste einen deutlichen Rückgang bei Umsatz und Absatz verkraften. Das Ergebnis im ersten Quartal war noch positiv, doch der SMA-Vorstand schließt einen Verlust für dieses Jahr weiterhin nicht aus.
Sollten Importzölle von durchschnittlich 45 Prozent auf kristalline Photovoltaik-Produkte aus China verhängt werden, könnte dies die Renditen für Solarprojekte auf unter sieben Prozent drücken. Die Nachfrage nach Photovoltaik könnte dann nach Ansicht der IHS-Analysten in Europa massiv einbrechen. Auch Wechselrichter aus China könnten im Fall von Importzöllen stärker nachgefragt werden, um die Systempreise wieder zu drücken und steigende Modulpreise zu kompensieren.
Die Zahlen des Photovoltaik-Unternehmens weisen eine Steigerung des Umsatzes um 24 Prozent auf. Das Ebitda-Ergebnis war allerdings im ersten Quartal deutlich im Minus. Neue Einzelheiten wurden zu den strategischen Investoren bekannt, die eine Wandelanleihe über 4,5 Millionen Euro zeichnen wollen.
Nach einem Zeitungsbericht sollen 1000 Arbeitsplätze bei dem Hersteller von Photovoltaik-Wechselrichtern gefährdet sein. SMA selbst will keine konkreten Zahlen bestätigen, räumt aber ein, dass der Vorstand derzeit erforderliche Maßnahmen prüft.
Das Photovoltaik-Unternehmen ist mit seinen Zahlen zum ersten Quartal weitgehend zufrieden. Der SAG Solarstrom-Chef warnt vor Importzöllen auf kristalline Solarmodule aus China, die aus seiner Sicht niemanden helfen.
Die Bosch-Tochter musste in den ersten drei Monaten einen Einbruch beim Umsatz um fast 60 Prozent gegenüber dem Vorjahr hinnehmen. Der EBIT-Verlust verdoppelte sich hingegen fast. Er lag bei mehr als 16 Millionen Euro.
Das Hamburger Photovoltaik-Unternehmen hat an zwei strategische Investoren eine unbesicherte Wandelanleihe von mehr als 4,5 Millionen Euro herausgegeben. Die Investoren sollen das Recht erhalten, die Wandelanleihe in Aktien tauschen zu können.
Der Hersteller von Photovoltaik-Wechselrichtern will sich nach neuen Geschäftsmodellen umschauen. Vorstandssprecher Pierre-Pascal Urbon will SMA zu einem Energiemanagement-Unternehmen umbauen.
Interview: Günter Haug und Matthias Taft, Geschäftsführer von BayWa r.e., erklären, wie sich der Installateursmarkt und das Projektgeschäft für sie verändern werden. Außerdem äußern sie sich zu den Auswirkungen der Speicherförderung und möglichen Importzöllen für kristalline Photovoltaik-Produkte aus China.