Aleo Solar mit stark schwindenden Umsätzen

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Die Aleo Solar AG hat seine Geschäftszahlen für das erste Quartal veröffentlicht. Demnach ist der Umsatz des Photovoltaik-Herstellers gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 58,3 Prozent auf 31,1 Millionen Euro gesunken. Der EBIT-Verlust auf sich binnen Jahresfrist von 8,2 auf 16,3 Millionen Euro nahezu verdoppelt. Die EBIT-Marge habe bei -52,4 Prozent gelegen, teilte Aleo Solar mit. Als Hauptgründe für das schwache erste Quartal gibt das Unternehmen an, dass die Nachfrage auf den wichtigen europäischen Märkten im ersten Quartal weiter zurückgegangen sei. Zudem belaste der Preisverfall weiterhin Umsatz und Ergebnis.

Ein weiterer Grund für das schwache Geschäft sei der Sondereffekt gewesen. Wegen der politischen Diskussionen über die Solarförderung habe es im vergangenen Jahr einen Nachfrageschub in Deutschland nach Photovoltaik-Anlagen gegeben. Damals seien knapp zwei Gigawatt zugebaut worden. Dies sei in diesem Jahr nicht der Fall gewesen. Der Zubau neuer Photovoltaik-Anlagen lag mit 775 Megawatt deutlich niedriger.

Hoffnungen setzt Aleo Solar auf das US-Geschäft. Seit Jahresbeginn biete das Unternehmen eine Finanzierung für Photovoltaik-Anlagen mit einem Umfang von insgesamt 100 Millionen US-Dollar an. „Damit sehen wir gute Chancen, unser Geschäft im US-Markt auszubauen.“ sagt Vorstandschef York zu Putlitz. In Europa habe Aleo Solar hingegen das Ziel, seine Marktanteile zu halten oder auch zu steigern. Gleichwohl rechne der Photovoltaik-Hersteller im weiteren Jahresverlauf sowohl im deutschen als auch im internationalen Geschäft mit einer eher verhaltenen Nachfrage.

Aleo Solar ist eine Tochter der Bosch Solar Energy. Das Unternehmen ist ebenfalls von der Entscheidung des Stuttgarter Konzerns betroffen, aus dem Geschäft mit der kristallinen Photovoltaik auszusteigen. Bosch sucht Käufer für seinen gut 90-prozentigen Anteil an Aleo Solar. Nach Angaben von Aleo Solar ist die Finanzierung des Herstellers durch den Mutterkonzern aber noch bis Ende des ersten Quartals 2014 gesichert. Danach könnte nach Einschätzung der Nachrichtenagentur dpa-AFX aber auch Aleo Solar die Insolvenz drohen. "Ohne einen neuen Investor ist die Aleo Solar AG mit Ablauf der Finanzierungszusage entsprechend der Darstellung im Geschäftsbericht 2012 bestandsgefährdet", heißt es im Quartalsbericht. (Sandra Enkhardt)